NFL: Goodell begrüßt Untersuchung im Fall Hurts

von SID
NFL: Goodell begrüßt Untersuchung im Fall Hurts

Gleichzeitig bezweifelt der NFL-Commissioner aber ein medizinisches Fehlverhalten.

In der Debatte um die medizinische Betreuung des Footballstars Jalen Hurts will NFL-Commissioner Roger Goodell keine Fragen offen lassen. Die von der Spielergewerkschaft geforderte Untersuchung würde er „begrüßen“, sagte der 67-Jährige am Mittwoch. Dass es im Fall Hurts, dem wegen einer Lungenembolie das frühe Saisonaus droht, ein Fehlverhalten gab, bezweifelt er aber. Laut US-Medienberichten plant die NFL keinerlei Sanktionen für die Philadelphia Eagles.

NFL verteidigt Medizin-Protokolle

„Selbstverständlich gab es eine medizinische Untersuchung, und ich denke, unsere Protokolle waren dabei außerordentlich gut“, sagte Goodell: „Die Protokolle wurden eingehalten. Unser Verfahren stellt sicher, dass dies der Fall ist, und unser Chefmediziner hat das überprüft, sodass wir sicher sind, dass die in den Protokollen festgelegten Maßnahmen umgesetzt wurden.“

NFL-Chefmediziner Dr. Allen Sills wies entstandene Vorwürfe zurück. „Die Vorstellung, dass es äußere Faktoren geben könnte, die einen unserer Ärzte dazu veranlassen würden, einen Spieler in Gefahr zu bringen – das ist Unsinn“, sagte er.

Union fordert Untersuchung nach Blutgerinnsel

Der Quarterback hatte trotz eines Blutgerinnsels in der Wade am NFL-Gastspiel in London gegen die Jacksonville Jaguars (17:19) teilgenommen und war danach mit dem Team in die USA geflogen.

Die Gewerkschaft NFLPA forderte „eine umfassende Untersuchung des Geschehens“, damit sichergestellt werde, „dass Spieler künftig die bestmögliche Versorgung und den höchsten Schutz erhalten“.

DEINE MEINUNG

Hurts, der Philadelphia in der vorletzten Saison zum Super-Bowl-Sieg über die Kansas City Chiefs geführt hatte, hat nach Klubangaben eine tiefe Venenthrombose und eine beidseitige Lungenembolie. Der 28-Jährige, der seit vergangenem Samstag auf der Verletztenliste geführt und voraussichtlich für die restliche Spielzeit ausfallen wird, muss laut Experten mindestens drei Monate lang blutverdünnende Mittel einnehmen.