Volleyball-Star übt Selbstkritik

Volleyball-Star übt Selbstkritik

Denis Kaliberda übt fast vier Jahre nach dem verlorenen EM-Finale der deutschen Nationalmannschaft starke Selbstkritik im SPORT1 Volleytalk.
Denis Kaliberda blickt zurück auf das verlorenen EM-Finale
Denis Kaliberda blickt zurück auf das verlorenen EM-Finale
© Imago
Moritz Löhn
. SPORT1
Katharina Hosser
von Katharina Hosser, Daniel Höhr, Moritz Löhn
am 26. Jan

"Die Silbermedaille ist ein historischer Erfolg, wer hätte das vor ein paar Wochen gedacht. Dass wir uns so durchgesetzt haben, ist unglaublich und der Hammer", sagte Christian Dünnes, Sportdirektor beim Deutschen Volleyball-Verband (DVV), nach dem verlorenen Volleyball-EM-Finale 2017.

Der ein oder Spieler trauert der verpassten Goldmedaille aber immer noch hinterher - das machte Denis Kaliberda, einer der deutschen EM-Helden von vor vier Jahren, im SPORT1 Volleytalk deutlich.

"Ich denke, wir hatten die Chance auf den Titel und da bin ich, glaube ich, auch Schuld, dass das nicht passiert ist. Ich habe lange gedacht: Hätte ich besser gespielt, wäre es besser gelaufen", erklärte Kaliberda (Spielplan der Volleyball-Bundesliga).

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"Im Nachhinein" sei aber "Silber besser als Nichts." 

Denis Kaliberda übt starke Selbstkritik

Sehr selbstkritische Worte des Außenangreifers, der "im Großen und Ganzen sehr unzufrieden mit dem Turnier" war. Mit seinen heute 30 Jahren blickt er wehmütig auf 2017 zurück - auch weil er damals "nicht auf dem Niveau war, wo ich selber hätte sein wollen, weil ich zu der Zeit nicht so viel gemacht habe."

Mittlerweile hat er realisiert, dass es mehr Anstrengung bedurft hätte. "Ich war die letzten Jahre sportlich nicht so gut über lange Zeit, weil ich nicht die notwendige Arbeit reingelegt habe. Das ist eine starke Selbstkritik, aber es war so."

Kaliberda traut Berlin Sieg gegen Friedrichshafen zu

Außerdem gibt Kaliberda zu, dass er sich in jungen Jahren zu sehr vom Geld habe ablenken lassen. Seine Versäumnisse fielen ihm später auf die Füße: "Wenn man älter wird, merkt man manchmal nicht, dass man mehr machen muss, damit man erfolgreich bleibt."

Der 1,93-Meter-Mann geht hart mit sich ins Gericht. Für das Top-Spiel am Mittwoch in der Bundesliga gegen Friedrichshafen ist er aber voller Selbstvertrauen: "Friedrichshafen ist gut, aber ich glaube, wir sind besser!" Mit einem Sieg könnten seine Berlin Recycling Volleys nah an den Tabellenführer heranrücken. (Tabelle der Volleyball-Bundesliga)