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Erster Titel! Lüneburg bricht Pokalfluch

Lüneburg bricht Pokalfluch

Nach starken Jahren belohnt sich die SVG Lüneburg erstmals mit einem Titel.
Das Match gestaltete sich von Beginn an intensiv
Das Match gestaltete sich von Beginn an intensiv
© IMAGO/SID/speedshot
Nach starken Jahren belohnt sich die SVG Lüneburg erstmals mit einem Titel.

Die Volleyballer der SVG Lüneburg haben ihren Pokalfluch gegen den VfB Friedrichshafen gebrochen und den ersten Titelgewinn ihrer Vereinsgeschichte gefeiert. Im ausverkauften Finalspiel in Mannheim setzte sich das Team von Erfolgstrainer Stefan Hübner in einer hochklassigen Begegnung mit 3:2 (27:25, 21:25, 25:16, 21:25, 15:8) gegen den Rekordpokalsieger durch und beendeten somit im vierten Anlauf das Warten auf die begehrte Trophäe.

Bei den Frauen hatte zuvor der VfB Suhl seinen zweiten Triumph nach 2008 bejubelt. Ebenfalls im Fünf-Satz-Krimi bezwang das Team von Trainer Laszlo Hollosy den Favoriten Allianz MTV Stuttgart.

Hübner bricht den Friedrichshafen-Fluch

Immerhin drei Endspielteilnahmen am Ligacup hatte die SVG zuvor vorweisen können - der siegreiche Gegner? Immer Friedrichshafen, zuletzt 2022. Für Coach Hübner, der seine stets junge Mannschaft in zwölf Jahren an der Seitenlinie vom Aufsteiger zum Spitzenverein formte, ist es der erste Titel als Cheftrainer - den Pokal gewann er 2000 aber bereits als Spieler.

Abschiedsspektakel in der SAP Arena

Zum Abschied aus der SAP Arena, nach elf Jahren zum letzten Mal Austragungsort des Finalspiels, boten beide Teams den 12.508 Zuschauern am späten Samstagabend ein Volleyballspiel der Spitzenklasse. Auf dem Feld, wo sich in Joscha (Lüneburg) und Louis Kunstmann auch zwei Brüder gegenüberstanden, schenkten sich beide Mannschaften nur wenig.

Satz-Krimi mit ständigem Momentum-Wechsel

Lediglich Nuancen entschieden den ersten Satz zugunsten der Norddeutschen, ehe der VfB mit dem Selbstverständnis eines 17-maligen Pokalsiegers zurückschlug. Das beeindruckte im Gegenzug Lüneburg nicht, die auch in der Liga beide Male die Oberhand behalten hatten. Im Schnelldurchlauf zeigte der Tabellenzweite der Volleyball-Bundesliga (VBL) dem Rivalen die Grenzen auf. Und wieder wendete sich in Folge das Blatt, auch das zweite Spiel des Abends ging in den verkürzten Entscheidungssatz.