Anzeige
Home>Volleyball>Volleyball-WM Frauen>

"Schmerzhaft": Gemischte Gefühle bei Volleyballerinnen

Volleyball-WM Frauen>

"Schmerzhaft": Gemischte Gefühle bei Volleyballerinnen

Anzeige
Anzeige

Gemischte Gefühle bei Volleyballerinnen

Vital Heynen sah ein wenig ratlos aus, als er nach seinem persönlichen WM-Fazit gefragt wurde.
Vital Heynen nicht zufrieden mit WM-Abschneiden
Vital Heynen nicht zufrieden mit WM-Abschneiden
© FIRO/FIRO/SID
SID
SID
von SID

„Wir sehen das Potenzial“, begann der Trainer der deutschen Volleyballerinnen, Vital Heynen seine kurze Analyse: „Aber es gelingt noch nicht, den ersten Schritt nach oben zu machen.“ Im letzten Gruppenspiel hatte sich seine Mannschaft zuvor gegen Co-Gastgeber Polen mit einer achtbaren Leistung aus dem Turnier verabschiedet.

Die nackten Zahlen klingen nach dem 2:3 (24:26, 25:20, 18:25, 28:26, 10:15) am Samstagabend allerdings eher ernüchternd: Nur drei Siege aus neun WM-Spielen, der letzte Platz in Pool F. Ihre letzte Viertelfinalchance hatte die Auswahl des Deutschen Volleyball-Verbands (DVV) tags zuvor gegen die Dominikanische Republik verspielt.

"Wir machen gute Sachen, aber können das nicht immer halten", sagte Heynen: "Das ist schmerzhaft." Gegen die Polinnen untermauerte sein Team einmal mehr, "dass wir auf diesem Level mithalten können", mehr aber nicht: "Das zeigt auch, dass wir diese ein, zwei Prozent nicht haben. Das ist hart", so Heynen.

Für den Bundestrainer, der nach jahrelanger erfolgreicher Arbeit im Männer-Volleyball seit Januar die Frauen trainiert, ist der Weg bis zum nächsten Großereignis steinig. Dass die deutschen Frauen weiter auf ihre erste WM-Medaille warten, ist verschmerzbar, erneut die Olympia-Qualifikation zu verpassen, täte definitiv mehr weh. Das Ziel Paris 2024 schwebt über allem - und Heynen weiß, dass noch viel Arbeit vor ihm liegt.

Kapitänin Jennifer Janiska sprach auch mit Blick auf die stimmungsvolle Kulisse in Lodz von einer "Erfahrung für uns alle". Obwohl Deutschland mal wieder nur in zwei Sätzen erfolgreich dagegenhielt, beteuerte sie: "Wir haben gezeigt, dass wir uns nicht zu verstecken brauchen."