Seit dem russischen Angriffskrieg auf die Ukraine ist es russischen und belarussischen Sportlerinnen und Sportlern nicht mehr erlaubt, am Biathlon-Weltcup teilzunehmen. Dies hat nun offenbar dazu geführt, dass Russland für eine Revolution sorgt.
Eigene Liga! Biathlon-Revolution in Russland
Biathlon-Revolution in Russland
Laut übereinstimmender russischer Medienberichte führt der dortige Biathlon-Verband zur kommenden Saison eine neue und eigene Biathlon-Liga ein. An dieser sollen sowohl russische als auch Vereine aus dem Ausland teilnehmen dürfen.
Demnach sei es das Ziel, einen Konkurrenz-Wettbewerb zu dem von der IBU ausgetragenen Weltcup zu schaffen. Dies erklärte Alexey Nuzhdov, Präsident der Vereinigung der Biathlon-Klubs aus der Region Moskau, im Gespräch mit der staatlichen Nachrichtenagentur Tass.
Russland will wohl eigene Biathlon-Liga gründen
So soll die neue Liga im Spieltagsformat ausgetragen werden. An mehreren Spieltagen, respektive Wettkampf-Wochenenden, sollen dann diverse Biathlon-Disziplinen stattfinden. Als Gesamtpreisgeld sind wohl acht Millionen russische Rubel ausgerufen, rund 75.000 Euro.
Für einen Spieltagssieg soll laut der bisherigen Pläne eine Million Rubel ausgezahlt werden.
Neben den russischen und belarussischen Sportlern sollen auch Athleten aus „befreundeten“ Ländern partizipieren können, darunter unter anderem China.
Start schon im November
Der Boss des russischen Biathlonverbandes wollte auf Nachfrage örtlicher Medien die Pläne zwar nicht bestätigen, erklärte aber, gegen selbige sei nichts einzuwenden, sollten sie nicht den russischen Sportgesetzen oder den IBU-Regeln widersprechen.
Da die als Teilnehmer in Frage kommenden Klubs aber ohnehin nicht im Verantwortungsbereich der Internationalen Biathlon-Union liegen, besteht in diesem Bereich kein Risiko.
Gestartet werden soll die neue Biathlon-Liga übrigens schon Mitte November in Chanty-Mansijsk.