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Eiskunstlaufstar Malinin: "Auf mein Können vertrauen"

„Vierfach-Gott“ wagt neuen Anlauf

Die Enttäuschung von Mailand hat der Superstar verarbeitet, nun will Malinin neu angreifen.
Ilia Malinin nach der Kür in Mailand
Ilia Malinin nach der Kür in Mailand
© AFP/SID/WANG ZHAO
Die Enttäuschung von Mailand hat der Superstar verarbeitet, nun will Malinin neu angreifen.

Eiskunstlaufstar Ilia Malinin hat die große Enttäuschung der Olympischen Winterspiele verarbeitet und nimmt die Weltmeisterschaften in Prag (25. bis 29. März) mit neuem Schwung in Angriff. „Ich werde mich genauso vorbereiten wie auf jeden Wettkampf. Ehrlich gesagt, ist das Wichtigste, einfach auf mein Können zu vertrauen und daran festzuhalten“, sagte der WM-Titelverteidiger im Sportschau-Interview.

Der 21-jährige US-Amerikaner hatte unfreiwillig für einen der denkwürdigsten Momente der Mailänder Winterspiele gesorgt. Der „Vierfach-Gott“ und Gold-Favorit rutschte nach einer völlig verpatzten Kür noch auf den achten Platz ab.

Das Drama hatte zunächst Spuren hinterlassen. „Es fühlte sich an, als wären all die Jahre der Vorbereitung und des Trainings bis dahin völlig umsonst gewesen. Wir haben uns so gut vorbereitet. Ich war körperlich bereit und es sollte das einfachste Programm meines Lebens werden, ehrlich gesagt“, sagte Malinin.

Der Verlauf der Kür sei dann „wirklich niederschmetternd“ gewesen: „Ich war wütend auf mich selbst deswegen. Aber jetzt, wo ich es mir so ansehe, hat alles seinen Sinn. Das ist etwas, was ich immer denke. Und außerdem ist es ja nur Eiskunstlauf. Man muss einfach wieder aufstehen und am nächsten Tag weitermachen, denn es ist nicht das Ende der Welt.“