Biathlon>

Biathlon-WM: Horn jubelt nach Thriller-Entscheidung in Ruhpolding

Horn jubelt nach Thriller-Entscheidung

Bei der Biathlon-Sommer-WM in Ruhpolding hat Philipp Horn für das erste deutsche Ausrufezeichen gesorgt. Zwei Schweden müssen sich knapp geschlagen geben.
Winter mit Olympischen Spielen sind traditionell ein guter Zeitpunkt, um die Karriere zu beenden. Im Biathlon hören nicht nur Lesser, Hammerschmidt und Horchler auf, sondern ingesamt gleich 31 Sportler.
Bei der Biathlon-Sommer-WM in Ruhpolding hat Philipp Horn für das erste deutsche Ausrufezeichen gesorgt. Zwei Schweden müssen sich knapp geschlagen geben.

Biathlet Philipp Horn hat sich bei der Sommer-WM zum Weltmeister gekürt.

Der 27-Jährige aus Frankenhain gewann den Supersprint über 7,5 km bei den Heim-Titelkämpfen in Ruhpolding nach zwei Schießfehlern hauchdünn vor den beiden Schweden Sebastian Samuelsson (0,2 Sekunden Rückstand) und Peppe Femling (+0,7). Für Horn, Dritter mit der Staffel bei der Winter-WM 2020, war es sein bisher größter Karriereerfolg. (NEWS: Alles zum Biathlon)

"Es ist natürlich nur Sommer-WM, alle bereiten sich auf den Winter vor. Ich würde das nicht überbewerten, aber es gibt natürlich Selbstbewusstsein und zeigt, dass das, was bisher im Training gelaufen ist, das Richtige war", sagte Horn.

Horns Teamkollege Justus Strelow (+0,9) verpasste als Vierter das Podium nur knapp. Philipp Nawrath auf Rang sechs und Lukas Fratzscher als Achter rundeten das sehr gute Ergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) ab.

Die deutschen Frauen hatten mit dem Kampf um das Podest wenig zu tun, die dreimalige Winter-Weltmeisterin Dorothea Wierer aus Italien gewann. Juliane Frühwirt, Anna Weidel und Janina Hettich liefen auf den Rängen acht bis zehn in die Top 10. Aufsteigerin Vanessa Voigt landete auf Rang 22, Olympiasiegerin Denise Herrmann war am Freitag nicht am Start.

Am Wochenende sind in Ruhpolding noch Sprint und Massenstart geplant.