Beim ersten Saisonsieg von Johannes Thingnes Bö haben die deutschen Biathleten das Podest klar verpasst. In der Verfolgung über 12,5 Kilometer in Hochfilzen belegte Ex-Weltmeister Benedikt Doll als bester Deutscher nach vier Schießfehlern Rang zehn. Zu Bö, nach einem enttäuschenden Saisonstart wieder in Topform, fehlten dem 33-Jährigen eineinhalb Minuten.
Biathlon: "Muss aggressiver durchziehen!" Doll nimmt sich in die Pflicht
Doll fordert mehr Aggressivität
„Es ärgert mich, dass ich beim letzten Stehendschießen den Sack nicht zu machen kann, sondern da so strauchel mit zwei Fehlern“, haderte Doll nach dem Rennen in der ARD mit dem letzten Schießen. Grundsätzlich sah der 33-Jährige aber auch in der Loipe noch Verbesserungspotenzial. So sah er sich am Ende des Rennens in der großen Gruppe als zu zögerlich. „Da muss ich aggressiver durchziehen. Da brauch ich noch etwas mehr Ruhe. Das muss ich besser hinkriegen.“
Die Norweger setzten damit ihre Dominanz in Österreich fort, im Sprint gingen die Plätze eins bis vier an die Skandinavier. Hinter Bö (1 Fehler), der als Elfter in das Rennen gestartet war, erreichte Johannes Dale-Skjevdal Platz zwei (3/+22,6). Sprintsieger Tarjei Bö wurde Dritter (2/+28,4) und übernahm die Führung im Gesamtweltcup, Sturla Holm Lägreid Vierter (2/+39,2). Dementsprechend zufrieden war Bö im Ziel. „Es war ein Rennen, wie ich es liebe.“ Es war im fünften Rennen der erste Sieg für den Dominator der vergangenen Saison.
David Zobel belegte nach einer guten Leistung den 14. Platz (2/+2:14,8), Johannes Kühn lief als 18. (6/+2:50,1) noch unter die besten 20. Philipp Nawrath, der sein Gelbes Trikot am Freitag nach einem 34. Platz verloren hatte, erreichte zumindest noch Platz 22 (4/+2:59,2). Für die Biathleten wartet zum Abschluss der zweiten Weltcup-Station des Winters am Sonntag noch der Staffel-Wettbewerb (11.30 Uhr im SPORT1-Liveticker).
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)