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Biathlon-WM: Giftiger Stunk zwischen den großen Rivalen

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Biathlon-WM: Giftiger Stunk zwischen den großen Rivalen

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Stunk zwischen Biathlon-Rivalen

Kaum läuft die Biathlon-WM, gibt es schon Sticheleien zwischen zwei großen Biathlon-Nationen. Die Norweger üben Kritik an Schwedens Anreisewahl, ein schwedischer TV-Experte kritisiert eine Norwegerin. Diese wehrt sich.
Karoline Knotten ist irritiert über Kritik aus dem Nachbarland
Karoline Knotten ist irritiert über Kritik aus dem Nachbarland
© IMAGO/ABACAPRESS
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Norwegen und Schweden verbindet im Wintersport eine besondere Rivalität. Daher verwundert es wenig, dass rund um die am Mittwoch gestartete Biathlon-WM bereits erste Giftpfeile fliegen.

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So stichelten die Norweger zunächst, weil die Schweden mit einem Privatflugzeug nach Nove Mesto angereist waren, um sich laut eigener Aussage bestens auf die Wettkämpfe fokussieren zu können und weniger Angst vor Ansteckungen haben zu müssen.

„Schweden ist hier, um uns einzuholen. Dafür müssen sie offenbar einige extreme Maßnahmen ergreifen“, sagte Tarjei Bö dem Heimatsender NRK.

Auch die norwegische Ex-Biathletin und heutige Expertin Synnoeve Solemdal übte Kritik: „Ich denke, dass es falsch ist und dass sie nicht mit der Zeit gehen. Ich halte es für unnötig, Privatflüge nach Tschechien zu nehmen. Ich gehe davon aus, dass es gute Verbindungen zwischen Stockholm und Prag gibt.“

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Schwedens Star Sebastian Samuelsson reagierte bei Aftonbladet mit folgenden Worten: „Es ist nicht gut für die Umwelt, aber wenn ich in Rente gehe, wird es keine Reisen nach Thailand mehr geben.“

Biathlon-WM: Experte übt Kritik an Norwegerin

In der Mixed Staffel, bei der Norwegen Silber vor Schweden holte, ging es dann in die nächste Runde. Während Norwegen Karoline Knotten, die im Vorfeld im überragend besetzten Team Norwegens als größte Wackelkandidatin galt, für ihre Leistung feierte, gab es Kritik aus Schweden.

Den schwedischen Ex-Biathleten und heutigen TV-Experten Björn Ferry störte ihre Abfahrtstechnik. „Sie richtet sich auf und putzt sich die Nase. Man sollte sich hier nicht aufrichten, das ist einfach schlecht. Hallo!? Das ist ein Hügel, der fast eben ist“, sagte er bei SVT.

Knotten hatte sich bei einer Abfahrt dazu entschieden, sich ein wenig aufzurichten, anstatt mit voller Geschwindigkeit den Berg hinunterzurasen.

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Knotten wehrt sich gegen Kritik aus Schweden

Die Norwegerin wehrte sich bei Aftonbladet gegen die Kritik: „Was? Ich habe mir nicht die Nase geputzt. Ich habe mich aufgerichtet, weil ich Angst vor einem Sturz hatte. Das war mein einziger Fokus.“ Weiter wisse sie nicht, was Ferry meine und es sei doch alles gut gelaufen.

Tatsächlich hatte Knotten mit 28 Sekunden Rückstand als dritte Läuferin von Superstar Johannes Thingnes Boe übernommen und übergab mit nur acht Sekunden Rückstand auf Schlussläuferin Ingrid Landmark Tandrevold.

Auf die überragende Läuferin Justine Braisaz-Bouchet aus Frankreich verlor die Freundin des deutschen Biathleten Philipp Nawrath allerdings fast exakt eine Minute auf der 6-km-Runde - das lag jedoch sicher nicht nur an Knottens Abfahrttechnik.