Biathlon-Superstar Johannes Thingnes Bö hat das norwegische Team verlassen, um sich individuell auf die bevorstehende WM in Lenzerheide vorzubereiten.
Biathlon: Alleingang von Superstar sorgt für Diskussionen
Bös Alleingang sorgt für Diskussionen
Das norwegische Biathlon-Team trainiert gemeinsam im Höhentrainingslager, während Bö die Erlaubnis erhalten hat, zu seiner Familie nach Oslo zu reisen und sich dort individuell vorzubereiten.
Zwischen Unterstützung und Skepsis
Die Entscheidung wird von Team-Manager Per Arne Botnan unterstützt: „Er hat das schon oft mit großem Erfolg gemacht. Wir müssen auch an die Individuen denken. Bei seiner Familie zu sein, gibt ihm Energie“, bekräftigte der Sportdirektor des norwegischen Biathlon-Verbandes die Entscheidung bei Dagbladet.
Cheftrainer Siegfried Mazet betont hingegen, dass er Bö lieber beim Team gesehen hätte und weist auf mögliche Risiken hin, wie etwa die Gefahr einer Erkältung im familiären Umfeld. Dennoch sieht er, dass dieser Ansatz für Bö mental von Vorteil sein kann, denn „es ist der beste Weg, um ihn in die richtige Stimmung zu bringen.“
Ex-Teamkollegin Marte Olsbu Röiseland unterstützt Bös Entscheidung ebenfalls und betont die Vorteile für die mentale Vorbereitung. „Ich verstehe ihn sehr gut. Was die Form angeht, wäre es wahrscheinlich besser, in der Höhe zu bleiben und das Reisen zu verhindern“, erklärt die Rekordweltmeisterin und betont zugleich, wie wichtig eine auf den Wettkampf angepasste Vorbereitung sei.
In zwei Wochen beginnt die Biathlon-WM in Lenzerheide und man wird sehen, wie gut Bö auf den Wettkampf vorbereitet ist.