Kati Wilhelm zählt zu den erfolgreichsten deutschen Biathletinnen der Geschichte und durfte vor 20 Jahren sogar die deutsche Fahne bei den Olympischen Spielen in Turin tragen. Trotz all ihrer Erfolge und des Rummels um ihre Person ist die Wintersport-Legende aber stets bodenständig geblieben.
Biathlon-Legende mit überraschendem Job!
Job-Überraschung bei Olympia-Heldin
Dies zeigt sich auch in ihrem Wirken nach der aktiven Laufbahn. Unter anderem arbeitet Wilhelm gegenwärtig als Bewegungscoach im Kindergarten. Ein geplantes Kurzzeit-Projekt, das zu einer größeren Sache wurde.
„Dass es so kommt, habe ich definitiv nicht erwartet. Als Bewegungscoach in Kindergärten zu arbeiten, hat sich nach der (Corona)-Pandemie einfach entwickelt und sollte eigentlich nur für einen kurzen Zeitraum sein. Jetzt sind es schon mehr als zwei Jahre“, erklärte die 49-Jährige im Interview mit der Welt.
Biathlon-Legende als Skiverbands-Präsidentin tätig
Doch auch in ihren anderen Tätigkeiten beweist Wilhelm, dass ihr das Thema Sport und insbesondere der Wintersport noch immer am Herzen liegen. So fungiert sie seit 2023 als Präsidentin des Thüringer Skiverbands und möchte sowohl den Spitzen- als auch den Breitensport in ihrer Heimat stärken.
„Ich war vorher Vize-Präsidentin – in die Position war ich tatsächlich eher hineingerutscht. Ich habe dann gemerkt, dass man vielleicht etwas verändern kann und als ehemaliger Sportler viel mitbringt", erklärte sie.
Wilhelm trainiert Kinder und Jugendliche
Wilhelm ist aber nicht nur im Büro und Kindergarten, sondern auch heute noch auf den Loipen anzutreffen. Die frühere Weltklasse-Athletin kümmert sich um die nächste Generation, indem sie Kinder und Jugendliche in ihrem Heimatverein in Steinbach-Hallenberg trainiert.
Zur Trainingsgruppe gehört auch ihr Sohn Jacob (11), während ihre Tochter Lotta (14) bereits auf ein Sportgymnasium geht. Es ist also nicht ausgeschlossen, dass der Wilhelm-Nachwuchs in einigen Jahren im Weltcup zu sehen ist.
Unter Zugzwang setzen möchte sie ihre Kinder aber nicht. „Ich habe immer versucht, dass ich als Mutter keinen Leistungsdruck aufbaue“, machte sie deutlich. Zudem ist es Wilhelm wichtig, dass ihre eigene Berühmtheit nicht zum Störfaktor werde. „Der Druck kommt nur von außen, wenn gefragt wird, ob sie in die Fußstapfen der Mama treten wollen. Das finde ich schwierig“, kritisierte sie.
Fördern möchte sie ihre Kids aber sehr wohl: „Zugegeben, wenn ich mal dabei bin, will ich sie natürlich auch verbessern“, gab sie zu.
Wilhelm blickt auf reich dekorierte Karriere zurück
Wilhelm selbst hatte ihre Karriere als Langläuferin begonnen, ehe sie 1999 im Alter von 23 Jahren zum Biathlon wechselte. Ein Wechsel, der sich voll auszahlen sollte. Als Skijägerin gewann sie dreimal olympisches Gold (einmal Staffel, zweimal Einzel) und vier weitere Medaillen. Zudem sicherte sie sich je zwei Weltmeistertitel in Einzel- und Staffelrennen und gewann im Winter 2005/06 den Gesamt-Weltcup.
Nach ihrem Karriereende 2010 war Wilhelm einige Jahre als Expertin im TV tätig.