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"Der Tag vor Weihnachten war unglaublich hart": Emotionales Bakken-Gespräch enthüllt

Bakken: Emotionales Gespräch enthüllt

Langläuferin Karoline Simpson-Larsen spricht erstmals offen über ihr letztes Gespräch mit dem kürzlich verstorbenen Biathleten Sivert Guttorm Bakken – wenige Tage nach ihrem Tour-de-Ski-Etappensieg.
Karoline Simpson-Larsen kannte den verstorbenen Biathleten Sivert Bakken
Karoline Simpson-Larsen kannte den verstorbenen Biathleten Sivert Bakken
© IMAGO/NTB
Langläuferin Karoline Simpson-Larsen spricht erstmals offen über ihr letztes Gespräch mit dem kürzlich verstorbenen Biathleten Sivert Guttorm Bakken – wenige Tage nach ihrem Tour-de-Ski-Etappensieg.

Der norwegische Wintersport steht nach einem schweren Verlust weiterhin unter Schock. Kurz vor Weihnachten wurde Biathlet Sivert Guttorm Bakken im Alter von nur 27 Jahren tot in einem Hotelzimmer in Italien aufgefunden. Nun äußert sich Langläuferin Karoline Simpson-Larsen erstmals ausführlicher zu den Ereignissen.

Für die Norwegerin fällt die Tragödie in eine ohnehin intensive Phase. Während der Tour de Ski muss sie sportliche Höchstleistungen erbringen und gleichzeitig einen schweren persönlichen Schicksalsschlag verarbeiten.

Bakken? „Er klang hoffnungsvoll“

Simpson-Larsen erinnerte sich an das letzte Gespräch mit Bakken kurz vor Heiligabend. Er habe ruhig und zuversichtlich geklungen, sagte sie dem Sender Viaplay und fügte hinzu: „Es ist seltsam. Das Letzte, was Sivert mir am Tag zuvor gesagt hat, war, dass er an uns glaube und dass er hier sein sollte, um zuzuschauen.“

Am Sonntag hatte Simpson-Larsen die letzte Etappe der Tour de Ski für sich entschieden. Ihr Freund, Bakkens Teamkollege Johan-Olav Botn, hatte den Biathleten am 23. Dezember tot in dessen Hotelzimmer im italienischen Lavazè gefunden.

„Der Tag vor Weihnachten war unglaublich hart“, erklärte die Langläuferin offen. Nichts habe darauf hingedeutet, dass es das letzte Gespräch sein würde.

Der Schock sitzt tief – nicht nur bei der Familie und den engen Freunden, sondern im gesamten norwegischen Wintersport. Bakken galt als talentierter Athlet und geschätzter Teamkollege.

Sportlicher Erfolg trotz Trauer

Trotz der emotionalen Belastung hat sich Simpson-Larsen entschieden, bei der Tour de Ski weiter an den Start zu gehen. Eine Entscheidung, die ihr alles andere als leichtfällt. Sie selbst sagt, sie habe zunächst nicht gewusst, ob sie überhaupt konkurrenzfähig sein könne.

Umso überraschender fiel ihr Auftritt auf der letzten Etappe aus. Der Etappensieg war einer der emotionalsten Momente ihrer bisherigen Karriere. Mit einem solchen Ergebnis habe sie nicht gerechnet, betonte sie.

Wegen Bakken: Simpson-Larsen war sichtlich bewegt

Nach dem Rennen zeigte sich die Norwegerin sichtlich bewegt. Der Sieg stehe für sie nicht allein sportlich im Vordergrund, sondern sei untrennbar mit den vergangenen Tagen verbunden. Die Erinnerung an Bakken werde Simpson-Larsen weiterhin begleiten.

Nun wolle sie zunächst nach Hause zurückkehren, Abstand gewinnen und die Ereignisse verarbeiten. Der Wintersport hat einen jungen Athleten verloren – und eine Sportlerin bleibt zurück, die ihren Erfolg in einem Moment der Trauer einordnet.