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Biathlon: "Es war unfassbar geil" - Krimi um DSV-Staffel in Oberhof

Bitterer Krimi für DSV-Staffel

In einem verrückten Rennen kämpft das deutsche Team lange vorne mit - am Ende reicht es aber nicht für das Treppchen.
In Oberhof erlebt die deutsche Biathlon Herren-Staffel ein wechselhaftes Rennen. Nach einem starken Start und einer zwischenzeitlichen Führung fiel das DSV-Team im letzten Abschnitt zurück.
In einem verrückten Rennen kämpft das deutsche Team lange vorne mit - am Ende reicht es aber nicht für das Treppchen.

Die deutsche Biathleten haben in einem dramatischen Staffelrennen den ersten Podestplatz des Winters knapp verpasst. Justus Strelow, Lucas Fratzscher, Philipp Nawrath und David Zobel belegten beim Weltcup in Oberhof nach zehn Nachladern den fünften Platz (+5,4 Sekunden). Den Sieg sicherte sich Norwegen (2 Strafrunden+7 Nachlader) in einem hochspannenden Finish vor Frankreich (2+9/+2,6), Schweden (0+12/+3,8) und Italien (1+9/+4,8).

„Es war unfassbar geil. Bei diesem Wetter und dieser Stimmung in Oberhof. Nur ein My hat gefehlt, um es perfekt zu machen. Dieser Tag bleibt mir trotzdem ewig in Erinnerung“, fiel Zobels Fazit in der ARD trotz Platz fünf euphorisch aus.

In Abwesenheit von Philipp Horn, der krankheitsbedingt fehlte, eröffnete Justus Strelow für das DSV-Team. Der beste deutsche Schütze leistete sich bei bestem Wetter im Thüringer Wald zwei Nachlader und übergab an Position fünf liegend an Fratzscher, der sein Staffel-Debüt in dieser Saison gab. Während sich die Konkurrenz aus Norwegen und Frankreich jeweils gleich zwei Strafrunden einhandelte, hielt der 31-Jährige seine Mannschaft auf Podestkurs.

Nawrath übergibt Staffel auf Platz eins

Nawrath, der zu Beginn des Weltcups im Sprint Zweiter geworden war, brachte die deutsche Mannschaft dann sogar auf Platz eins, zwischenzeitlich betrug der Vorsprung auf die ersten Verfolger über 30 Sekunden. Drei Nachlader beim Stehendschießen ließen das Polster aber schnell verschwinden. Schlussläufer Zobel hielt das DSV-Team im Kampf um den Sieg, die Entscheidung fiel erst auf der Zielgeraden.

Um 14.30 Uhr steht in Oberhof noch die Verfolgung der Biathletinnen an. Gesamtweltcupsiegerin Franziska Preuß geht als Fünfte mit 47 Sekunden Rückstand auf die Sprintsiegerin Elvira Öberg aus Schweden in die Loipe, drei Sekunden später startet DSV-Teamkollegin Janina Hettich-Walz. Bereits am Mittwoch geht es dann in Ruhpolding mit der Staffel der Frauen weiter.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)