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Sandra Flunger bremst die Erwartungen von Biathlon-Deutschland

Bundestrainerin bremst Erwartungen

Nach einem enttäuschenden Winter mit nur drei Podestplätzen soll Sandra Flunger das junge Biathlon-Team um Selina Grotian und Julia Tannheimer an die Weltspitze heranführen. Vor dem Saison-Start bremst sie nun die Erwartungen.
Spektakulärer Wechsel beim DSV: Die Österreicherin Sandra Flunger wird neue Cheftrainerin der deutschen Biathletinnen.
Nach einem enttäuschenden Winter mit nur drei Podestplätzen soll Sandra Flunger das junge Biathlon-Team um Selina Grotian und Julia Tannheimer an die Weltspitze heranführen. Vor dem Saison-Start bremst sie nun die Erwartungen.

Die neue Biathlon-Bundestrainerin Sandra Flunger will die Erwartungen nach einer historisch schlechten Saison nicht allzu hoch hängen. Natürlich habe man gewisse Ziele, „aber ich glaube, es wäre jetzt der falsche Weg, irgendwo etwas Großes auszurufen, ohne dass man die beteiligten Personen sehr gut kennt und auch einmal über einen kompletten Jahreszyklus erlebt hat“, sagte die 44 Jahre alte Österreicherin am Donnerstag in einem ersten Bilanz-Gespräch.

Sandra Flunger formt Deutschlands Biathletinnen neu

„Wir wissen“, fügte die Nachfolgerin von Kristian Mehringer und Sverre Olsbü Roiseland an, „dass es etwas zu tun gibt. Die Motivation ist groß. Ich glaube, es sind die wenigsten zufrieden mit dem letzten Jahr und deshalb ist der Arbeitseifer auch dementsprechend groß.“

Flunger, die zuletzt das Schweizer Team trainiert hatte, soll die deutschen Biathletinnen nach dem Rücktritt von Franziska Preuß und einem enttäuschenden Winter ohne Sieg und mit nur drei Podestplätzen wieder konstant in die Weltspitze führen. Hoffnungen machen immerhin die Talente Julia Tannheimer (21), Selina Grotian (22) und Marlene Fichtner (23). Zudem kann Flunger auf die erfahrenen Vanessa Voigt (28) und Janina Hettich-Walz (30) bauen.

Aber auch sonst sieht Flunger nach den ersten Monaten im Amt keine Probleme im deutschen Nachwuchsbereich. „Das Potenzial ist für mich gefühlt riesig. Ich mache mir grundsätzlich keine so großen Sorgen im Frauenbereich. Da kommen ehrgeizige junge Mädels nach, die ihr Bestes geben und versuchen, dass sie in die großen Fußstapfen von arrivierten Läuferinnen, die es in Deutschland schon gegeben hat, einmal hineinzufinden“, sagte sie.