Drama um Biathlon-Star noch nicht ausgestanden

von SPORT1
Drama um Biathlon-Star noch nicht ausgestanden

Tommaso Giacomel war ein tragischer Held der vergangenen Saison. Nach seiner Herz-OP und einer Verletzung in der Vorbereitung rechnet er sich auch für den kommenden Winter nicht viel aus.

Er war ein tragischer Held der vergangenen Biathlon-Saison – und er befürchtet, dass seine Leidenszeit auch im anstehenden Weltcup-Winter noch nicht vorbei sein wird.

Der Italiener Tommaso Giacomel kämpft nach einem dramatischen Jahr, zu dem unter anderem eine Herzfehler-Diagnose mit anschließender OP gehörte, um den Anschluss an die Weltspitze. Und der 26-Jährige ist pessimistisch gestimmt.

Biathlon: Giacomel hat viel wertvolle Zeit verloren

„Die Zeit, die ich verloren habe, kann ich nicht aufholen. Ich weiß nicht, ob ich für den Weltcup schon wieder gut genug bin“, sagte Giacomel bei einem Auftritt beim Festival des Sports von Trient.

Giacomel war im vergangenen Winter zeitweise auf Platz 1 des Gesamtweltcups – als erster Italiener seit Andreas Zingerle im Jahr 1992. Die Hoffnungen auf die große Kristallkugel und einen großen Coup bei Olympia im eigenen Land zerschlugen sich jedoch: In allen Einzelwettkämpfen blieb der gesundheitlich angeschlagene Giacomel ohne Medaille, musste beim Massenstart schließlich wegen Unwohlseins aussteigen.

Wenige Tage später wurde ein angeborener Herzfehler bei Giacomel festgestellt, wegen dem er sich unters Messer begab. Nach einer Katheterablation beendete er seine Saison, die er im Gesamtweltcup als Sechster beendete.

Kurz nach der Herz-OP folgte noch ein Rückschlag

Als Giacomel nach der Herz-OP wieder in den Trainingsrhythmus finden wollte, folgte der nächste Rückschlag. Bei einer Radausfahrt rutschte er auf feuchtem Moos aus und zog sich eine Luxation an der linken Schulter zu.

„Ich glaube, in der Phase hätte ich mich sogar beim Schachspielen verletzt – einfach eine unglückliche Zeit“, sagt der 26-Jährige. Die Verletzung kostete ihn weitere wertvolle Einheiten in der Vorbereitung.

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Mittlerweile ist Giacomel schmerzfrei und wieder bei der Mannschaft, doch der Rückstand belastet ihn: „Zunächst die Herz-OP, dann der Sturz. Es kam vieles, zu vieles zusammen“, erklärt er. Seine Freundin und seine Familie hätten ihm in der schwierigen Phase enorm geholfen, aber: „Lieber hätte ich diese Zeit in der Loipe verbracht.“

Der Italiener schätzt seinen aktuellen Leistungsstand nüchtern ein: „Ich habe brutal viel Training verpasst, mir fehlen zwei komplette Monate.“ Auch mental sei der Weg zurück anspruchsvoll gewesen: „Das spielt sich im Kopf ab. Ich hatte gehofft, schnell zu alter Form zu finden. Doch ich musste einsehen, dass es unmöglich ist. Jetzt stehe ich bei 60 Prozent.“

Mit Blick auf den kommenden Weltcup nimmt Giacomel sich deshalb nichts vor – seine leise Hoffnung: „Vielleicht bin ich in zwei Monaten ja doch wieder ganz der Alte.“


Dieser Text wurde mit KI-Unterstützung erstellt.