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"Eingriff in die Pressefreiheit": VDS kritisiert DESG

Nach Enthüllung: Wirbel um PK

Die DESG will zu Vorwürfen aus einem ARD-Bericht Stellung nehmen. Die verantwortlichen Journalisten aber werden nicht zugelassen.
DESG-Präsident Matthias Große
DESG-Präsident Matthias Große
© IMAGO/SID/Matthias Koch
Die DESG will zu Vorwürfen aus einem ARD-Bericht Stellung nehmen. Die verantwortlichen Journalisten aber werden nicht zugelassen.

Das Präsidium des Verbandes Deutscher Sportjournalisten (VDS) protestiert „vehement“ gegen die Nichtzulassung zweier ARD-Journalisten für die Pressekonferenz der Deutschen Eisschnelllauf-Gemeinschaft (DESG) am Donnerstag.

Die Journalisten Hajo Seppelt und Jörg Mebus hatten nach SID-Informationen auch am Donnerstagmorgen noch keine Bestätigung ihrer Akkreditierungsanfrage erhalten. Die DESG will um 11.00 Uhr in Berlin zu Vorwürfen aus der ARD-Berichterstattung Stellung nehmen.

„Die Nichtzulassung der Kollegen werten wir als klaren Eingriff in die Pressefreiheit“, teilte VDS-Präsident André Keil in einem offenen Brief an die DESG mit. „Zudem sind die von ihnen aufgeführten Bedingungen zur Teilnahme an dieser Pressekonferenz inakzeptabel.“ Denn „Filmaufnahmen, Videoaufzeichnungen, Tonaufnahmen, Live-Streams sowie sonstige elektronische Mitschnitte sind nicht gestattet, heißt es von ihrer Seite“.

„Eklatanter Verstoß“: ARD protestiert

Der VDS forderte, „die Kollegen Hajo Seppelt und Jörg Mebus zur Pressekonferenz zuzulassen. Dem Versuch, kritischen Sportjournalismus zu reglementieren, treten wir hier vehement entgegen.“ Die ARD hatte auch bereits protestiert und von einem „eklatanten Verstoß gegen Grundsätze einer freien und unabhängigen Berichterstattung“ gesprochen.

Im ARD-Bericht ging es unter anderem um zurückgehaltene Haushaltspläne und Prämien, die an die Sportler nicht oder nur stark verzögert ausgezahlt werden. DESG-Präsident Matthias Große geriet dadurch unter Druck.