Streit um DESG-Spitze: TERV stellt Kandidaten vor
Der Thüringer Landesverband hofft auf eine Abwahl am Samstag, das Alternativteam steht bereit.
Vier Tage vor der außerordentlichen Mitgliederversammlung der Deutschen Eisschnelllauf- und Shorttrack-Gemeinschaft (DESG) hat die Opposition ihre Kandidaten in Stellung gebracht. Der Landesverband Thüringen drängt auf die Abberufung des DESG-Präsidiums um Matthias Große am Samstag in Dresden, am Dienstag stellte der TERV nun die möglichen Alternativen vor.
„Im Falle einer Neuwahl des Präsidiums“ soll Andreas Minschke, Ministerialbeamter in Thüringen, als Präsident kandidieren, für den Posten des Vizepräsidenten Eisschnelllauf ist TERV-Vizepräsident Peter Rüberg angedacht. Um das Amt des Schatzmeisters soll sich Alexander Altendorf-Schöpke bewerben. Zudem hält der TERV den Verbleib von Christoph Zepernick auf der Position des Vizepräsidenten Shorttrack für „notwendig“, dieser „möge bitte seine leidenschaftliche und fachkompetente Arbeit“ fortsetzen.
Der TERV hatte am Dienstagabend Vertreterinnen und Vertreter der DESG-Mitgliedsverbände und -vereine zu einer Videokonferenz eingeladen, um die Kandidaten vorzustellen. Diese hätten ein „Zehn-Punkte-Startprogramm für die DESG“ an die Mitgliedverbände präsentiert, „im Zentrum steht dabei eine neue Verbandskultur, die von gegenseitigem Respekt, von einem konstruktiven Miteinander und vom gemeinsamen Willen zu Veränderungen geprägt ist“, heißt es in der Mitteilung.
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Der Streit zwischen dem TERV und Aktiven auf der einen und der DESG-Spitze auf der anderen Seite dauert seit dem vergangenen Sommer an. Im September stellten die Thüringer den Antrag zur Abberufung des Präsidiums. Im Kern geht es um den Bundesstützpunkt in Erfurt. Eine neue Athletenvereinbarung sollte festschreiben, dass sich einige Top-Eisschnellläufer aus Thüringen, darunter auch der mehrmalige Junioren-Weltmeister Finn Sonnekalb, den anderen Stützpunkten in Inzell und Berlin anschließen.