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Deutsche Olympia-Hoffnung feiert überraschendes Comeback

DSV-Ass feiert Blitz-Comeback

Manuel Faißt feiert nur sechs Monate nach einer Horror-Verletzung ein Überraschungs-Comeback. Der nordische Kombinierer hofft noch auf eine Olympia-Teilnahme.
Nicht mehr lange bis zu den Olympischen Winterspielen 2026. Wir geben dir die wichtigsten Infos vor dem Start des Mega-Events in Mailand und Cortina d'Ampezzo.
Manuel Faißt feiert nur sechs Monate nach einer Horror-Verletzung ein Überraschungs-Comeback. Der nordische Kombinierer hofft noch auf eine Olympia-Teilnahme.

Damit war nicht zu rechnen! Anfang Juli vermeldete Manuel Faißt, dass er sich einen Achillessehnenriss zugezogen hat. Eine ziemliche Horror-Diagnose, die den Traum von den Olympischen Winterspielen in weite Ferne rücken ließ. Doch nur sechs Monate nach dem Schock gab der nordische Kombinierer sein Weltcup-Comeback in Otepää.

Bei seiner Rückkehr zeigte sich der 32-Jährige direkt in einer beachtlichen Form und belegte beim Massenstart-Rennen am Freitag zunächst einen achtbaren 17. Platz nach dem Lauf. Insgesamt landete Faißt am Ende auf dem 25. Rang.

Faißt-Comeback begeistert früheren Weggefährten

Sein ehemaliger Teamkollege und heutiger Eurosport-Experte Fabian Rießle zeigte sich schon vor dem Wettbewerb beeindruckt von der Energie-Leistung seines Kollegen.

„Herzlich willkommen zurück. Eigentlich ist es eine unglaubliche Geschichte und eine krasse Leistung. Cool, dass er schon wieder dabei ist“, freute er sich. „Er hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, das Olympia-Ticket zu lösen“, fügte Rießle hinzu.

Dabei hatte Faißt im September noch eine Teilnahme an Olympia als „sehr unrealistisch“ bezeichnet und lediglich ein Comeback für die Saison 2026/27 angekündigt. Doch selbst dieses Ziel wurde angesichts der schweren Verletzung zur Mammutaufgabe.

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Olympia-Qualifikation für Faißt eine Herkules-Aufgabe

Doch gelingt dem Baiersbronner nun sogar der Sprung zu Olympia? Ausgeschlossen ist das nicht, wenngleich das Unterfangen eine enorm harte Challenge werden dürfte.

Das deutsche Team verfügt mit Julian Schmid (3.), Wendelin Thannheimer (5.), Johannes Rydzek (9.), Vincenz Geiger (12.) und David Mach (15.) über fünf Athleten, die im Gesamt-Weltcup in den Top 15 rangieren und die deutlich besseren Chancen haben.

Faißt hat Stand jetzt natürlich noch nicht mal die Olympia-Norm, die besagt, dass ein Athlet mindestens einmal unter die Top 8 oder zweimal unter den Top 15 landen soll. Lediglich das laufende Weltcup-Wochenende in Otepää und das folgende Wochenende in Oberstdorf (17. und 18. Januar) bieten noch Möglichkeiten, die Norm zu erfüllen.

Faißt könnte theoretisch auch ohne Norm nominiert werden, da sich der DSV vorbehält, in Ausnahmefällen nicht auf die Erfüllung der internen Kriterien zu bestehen. Mit einem gerade erst überstandenen Achillessehnenriss könnte der Athlet in diese Kategorie fallen.

Realistisch betrachtet ist das deutsche Team aber zu stark aufgestellt, um auf eine Ausnahmeregelung zurückzugreifen. Faißt müsste in den kommenden Wettbewerben wohl die Norm erfüllen und mindestens auf Augenhöhe mit seinen Konkurrenten sein, um sich den Olympia-Traum zu erfüllen.

Nach seiner Blitz-Rückkehr in den Weltcup bräuchte es geradezu ein zweites Wunder. Wie Rießle im Eurosport-Kommentar anmerkte, sei Faißt aber auch „eine kleine Wundertüte“.

Faißt schrammt 2022 knapp an olympischer Einzelmedaille vorbei

Für Faißt wäre es nach 2022 die zweite Olympia-Teilnahme. Bei den Spielen von Peking durchlebte der 32-Jährige eine wahre Achterbahnfahrt. Zunächst rückte er für den an Corona erkrankten Terrence Weber ins deutsche Aufgebot und zeigte einen hervorragenden Auftritt, der jedoch mit dem so undankbaren vierten Platz endete. Im Team gewann er wenige Tage später Silber.

Faißt war über Jahre hinweg eine Konstante im deutschen Team und landete im Gesamtweltcup fünfmal in den Top-10 und achtmal in den Top-15. Meist stand er aber im Schatten der deutschen Top-Athleten Vincenz Geiger, Johannes Rydzek oder früher auch Eric Frenzel.