Kombinations-Altmeister Johannes Rydzek hat im Schneetreiben von Otepää seinen ersten Saisonsieg knapp verpasst. Der 34-Jährige musste sich in Estland in einem packenden Rennen knapp im Zielsprint des 10-km-Skilanglaufs dem Norweger Einar Luraas Oftebro geschlagen geben und wurde Zweiter.
Kombination: Rydzek fehlt halbe Sekunde zum Sieg
Rydzek verpasst haarscharf den Sieg
Rydzek hat den letzten seiner bisher 19. Weltcupsiege am 30. November 2024 in Kuusamo gefeiert. Nun fehlten ihm 0,5 Sekunden zur Nummer 20 - im Kampf um das Olympia-Ticket sammelte der Routinier aber wichtige Argumente. Dritter wurde der Norweger Andreas Skoglund vor Jens Luraas Oftebro. Der Bruder des Siegers lief noch von Platz 29 auf vier nach vorne.
Schmid stürzt kurz vor dem Ziel
Pech hatte Julian Schmid. Der Oberstdorfer, der am Freitag im Massenstart seinen ersten Saisonsieg gefeiert hatte und am Samstag als Spitzenreiter nach dem Springen in die Entscheidung gegangen war, kollidierte kurz vor dem Ziel in der Führungsgruppe mit Weltcup-Spitzenreiter Johannes Lamparter und dem Esten Kristjan Ilves. Nach dem folgenden Sturz rappelte sich Schmid zwar wieder auf, wurde aber letztlich nur Fünfter.
Das Springen am Samstagmorgen war wie schon beim Massenstart am Freitag wegen starker Winde abgesagt worden - sehr zur Freude von Schmid und Rydzek. Im provisorischen Wertungsdurchgang (PCR) vom Donnerstag, der als Grundlage für den 10-km-Langlauf benutzt wurde, hatten die beiden nämlich vorne gelegen und gingen somit von den ersten beiden Positionen ins Rennen.
Olympiasieger Vinzenz Geiger hingegen war als 25. nach dem Springen mit entsprechend geringen Chancen ins Rennen gewesen, lief als Zehnter aber noch in die Top 10 vor.
Am Sonntag steht ein weiterer Einzelwettkampf in Otepää an - wenn denn gesprungen werden kann. Denn die beiden absolvierten PCR, deren Ergebnis jeweils nur einmal verwendet werden kann, sind bereits „aufgebraucht“.
Geschichte schrieb am Samstag der Japaner Akito Watabe. Der 37 Jahre alte Team-Weltmeister von 2009 bestritt sein 296. Weltcuprennen - eins mehr als der bisherige Rekordhalter Willi Denifl aus Österreich.