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Rodeln: Taubitz fährt in Winterberg auf Platz zwei

Taubitz fährt krank aufs Podium

Die Weltmeisterin Julia Taubitz bestätigt rund einen Monat vor den Olympischen Winterspielen ihren Formanstieg nach dem schwachen Saisonstart.
Julia Taubitz rast durch den Winterberger Eiskanal
Julia Taubitz rast durch den Winterberger Eiskanal
© IMAGO/SID
Die Weltmeisterin Julia Taubitz bestätigt rund einen Monat vor den Olympischen Winterspielen ihren Formanstieg nach dem schwachen Saisonstart.

Rodel-Weltmeisterin Julia Taubitz hat ihren Krankheitsproblemen zu Beginn des Olympiajahrs erneut getrotzt und im verschneiten Winterberg den nächsten Podestplatz eingefahren. In Abwesenheit von Vize-Weltmeisterin Merle Fräbel, die wiederum krankheitsbedingt passen musste, fuhr die 29-Jährige vom WSC Erzgebirge Oberwiesenthal hinter der Österreicherin Hannah Prock auf Platz zwei. Prock hatte auch bereits den Saisonauftakt in Winterberg für sich entschieden.

Taubitz hatte sich da noch mit einem enttäuschenden zwölften Platz zufrieden geben müssen. Diesmal fuhr die Titelverteidigerin, der am Ende nur 0,087 Sekunden auf Prock fehlten, an gleicher Stelle den dritten Podestplatz in Serie ein und schob sich damit im Gesamtweltcup an Fräbel vorbei auf Platz zwei - hinter der US-Amerikanerin Summer Britcher, die in Winterberg Fünfte wurde.

Das Podest komplettierte am Samstag die Italienerin Verena Hofer (+0,365). Anna Berreiter (Berchtesgaden/+0,691) wurde Sechste, Fräbel-Vertreterin Melina Fischer (Zwickau/+1.073) fuhr auf Platz 14, Anka Jänicke (Königssee/+1,315) fuhr auf Rang 17.

Taubitz bringt sich in Olympia-Form

Kurz vor Weihnachten hatte Taubitz in Lake Placid ihren ersten Saisonsieg eingefahren und zu Jahresbeginn zuletzt grippegeschwächt einen dritten Platz in Sigulda folgen lassen. Die Krankheit musste mit Antibiotika behandelt werden und beeinträchtigte auch die Vorbereitung auf den zweiten Auftritt in Winterberg.

Nach dem enttäuschenden Saisonstart bringt sich Taubitz trotz der schwierigen Umstände langsam in die angestrebte Olympia-Form. Beim Saisonhöhepunkt in Cortina d’Ampezzo in rund einem Monat will sie sich ihren Gold-Traum erfüllen. 2022 war sie als Favoritin ins Olympiarennen in Peking gegangen, am Ende nach einem Sturz im zweiten Lauf aber nur Siebte geworden.

Vor den Spielen in Italien stehen noch zwei Weltcup-Rennen in Oberhof an, die Quotenplätze werden allerdings schon nach diesem Wochenende verteilt. Wer die drei deutschen Plätze bekommt, entscheidet anschließend Bundestrainer Patric Leitner. Sie dürften aufgrund der internen Rangliste an Taubitz, Fräbel und Berreiter gehen.