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Sorgt Ecclestone für Ski-Revolution?

Sorgt Ecclestone für Ski-Revolution?

Der ehemalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone gehört einer Gruppe an, die den alpinen Skisport modernisieren soll. Auch eine Art Ligasystem mit Auf- und Abstiegen wird diskutiert.
Bernie Ecclestone kritisiert die Formel-1-Reform scharf
Bernie Ecclestone kritisiert die Formel-1-Reform scharf
© Imago
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von SPORT1

Im Streben nach Modernisierung holt sich der Internationale Skiverband (FIS) die Unterstützung eines 90-Jährigen.

Wie die Kleine Zeitung berichtet, gehört der ehemalige Formel-1-Boss Bernie Ecclestone zur neu gegründeten Zukunftsarbeitsgruppe des Verbandes.

„Bernie hat in der Formel 1 unglaublich viel gut gemacht. Durch seinen Input ist sie heute ein globaler Supersport“, sagte der neue FIS-Präsident Johan Eliasch.

Ecclestone macht Formel 1 zur globalen Marke

Dieser Input von Ecclestone wird vor allem bezüglich einer verbesserten Kommerzialisierung des Skisports erwartet.

Der Engländer hatte die Formel 1 seit den 1970er Jahren auch mit einer zentralisierten TV-Vermarktung zu einer globalen Marke gemacht.

Dazu gehörte auch die Einführung von Rennen in China 2004. Den asiatischen Markt will nun auch der Skiverband erobern, weshalb Ecclestones Expertise ebenfalls gefragt ist.

Weitreichenden Reform-Bestrebungen

Die Einsetzung der Zukunftsgruppe, zu dem auch der 80 Jahre alte ehemalige ÖSV-Präsident Peter Schröcksnadel gehört, steht im Zusammenhang mit weitreichenden Reform-Bestrebungen im Skizirkus.

Dazu gehört neben der Abschaffung des Super-G und einer geplanten Abfahrt am Fuße des Matterhorns eine Art Ligasystem mit Auf- und Abstiegen.

Laut Informationen der Nachrichtenagentur AP, die sich auf FIS-Marketingchef Jürgen Capol bezieht, würden 24 Fahrer eine A-Gruppe bilden, während in Gruppe B die restlichen Fahrer um den Aufstieg kämpfen.

Ski-Ikone Markus Wasmeier: „Totaler Blödsinn“

„Das finde ich totalen Blödsinn“, sagte der Doppel-Olympiasieger von 1994 bei SPORT1.

„Man kann schon vieles machen, um so einen Sport kaputt zu machen. Da sind sie auf einem guten Weg“, zog Wasmeier ein sarkastisches Fazit.