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Ski-Star rechnet mit Ex-Coach ab

Ski-Star rechnet mit Ex-Coach ab

Ski-Star und Gesamtweltcupsiegerin Petra Vlhova erhebt in ihrer Biografie schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Trainer. Die Zusammenarbeit sei ein „Massaker“ gewesen.
Petra Vlhova rechnet mit ihrem Ex-Trainer ab
Petra Vlhova rechnet mit ihrem Ex-Trainer ab
© Imago
. SPORT1
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von Robin Klausmann

Erschütternde Aussagen von Petra Vlhova.

Die slowakische Skifahrerin und Gesamtweltcupsiegerin erhebt in ihrer im November erscheinenden Biografie schwere Vorwürfe gegen ihren Ex-Coach Livio Magoni.

Der Italiener soll ihr und ihrem Team während ihrer Zusammenarbeit mental schwer zugesetzt haben und sie mit seinem Verhalten an den Rande eines Nervenzusammenbruchs gebracht haben. (NEWS: Alles zum Ski-Weltcup)

Zwar seien die ersten drei Jahre mit Magoni gut verlaufen, er habe ihr eine neue Welt gezeigt und sie zu einer exzellenten Sportlerin gemacht. Das gute Verhältnis veränderte sich jedoch zusehends. „Die letzte Saison mit ihm war ein Massaker“, beklagte die Weltcupsiegerin von 2021. (SERVICE: Weltcupstand der Damen & Herren)

Vlhova wurde als „Bügeleisen“ bezeichnet

Nachdem sie ihr Trainer aufgrund ihres harten Fahrstils im März diesen Jahres in einem Interview mit dem Corriere della Sera als „Bügeleisen“ bezeichnete, war für Vlhova schließlich klar, die fünf Jahre währende Zusammenarbeit beenden zu müssen. „Es war, als hätte er mich umgebracht. Er hat alles zerstört“, so die Slowakin. (SERVICE: Die Ski Alpin Ergebnisse)

„Ich brach mental zusammen und brüllte ungefähr drei Stunden lang. Ich konnte es nicht aufhalten. Ich rief meinen Bruder an, um das mit Livio zu beenden und fluchte dabei heftig am Telefon. In diesem Moment hasste ich ihn, er ruinierte alle Freuden des Gesamtweltcupsiegs“, schilderte die 26-Jährige.

Magoni nicht zum ersten Mal in der Kritik

Das sei jedoch nur die Spitze des Eisbergs, wie die Slowakin berichtete: „Er behandelte mich wie eine Maschine. Nicht wie eine Frau, die auch Gefühle hat, die ihre Tage hat und die manchmal scheitert. Es war krank.“

Tina Maze arbeitete einst ebenfalls mit Magoni zusammen
Tina Maze arbeitete einst ebenfalls mit Magoni zusammen

Ähnliche Erfahrungen mit dem als kompromisslos geltenden Magoni hatte auch Tina Maze gemacht. Die Slowenin wurde unter ihm in der Saison 2012/13 ebenfalls Gesamtweltcupsiegerin, entging dabei aber nur knapp einem Burnout.

Und auch die Athletinnen des italienischen Verbandes, zu dem Livio Magoni wechselte, klagten anschließend über dessen Methoden. (SERVICE: Alle Rennen in der Übersicht)

Inzwischen wird Petra Vlhova vom Schweizer Mauro Pini betreut, im Zuge von dessen Verpflichtung die 2018er-Weltmeisterin im Riesenslalom auch andere Positionen in ihrem Team neu besetzte. Magoni arbeitet in Vorbereitung auf Olympia 2022 aktuell als Techniktrainer im slowenischen Skiverband.