Der Trubel um die Liebes-Beziehung von Franziska Gritsch und Trainer Florian Stengg hält den österreichischen Alpin-Sport und die Medien in der Wintersport-Nation weiter in Atem - nun hat nach Gritsch auch Stengg sein Schweigen darüber gebrochen.
Wintersport: Ausbootung wegen brisanter Liebe hält Österreich in Atem
Liebes-Wirbel hält Skination in Atem
Gritsch und Stengg sind wegen der sich aus der Beziehung ergebenden Interessenkonflikte bis auf Weiteres von den Trainingseinheiten des Verbandes ausgeschlossen und trainieren nun ausschließlich privat und auf eigene Kosten, was Stengg mit Bedauern, aber auch Verständnis zur Kenntnis nimmt.
Gritsch und Stengg: „Hätten uns andere Lösung gewünscht“
„Wir hatten immer ehrliche Gespräche“, zitiert die Kleine Zeitung den früheren Skicross-Fahrer Stengg: „Natürlich hätten wir uns eine andere Lösung gewünscht, aber das war eben nicht möglich.“
„Wir werden jetzt einmal schauen, wie das alles funktioniert, und dann weiter entscheiden“, ergänzt Stengg, der Wert auf die Feststellung legt, dass er nicht nur aus privaten Gründen weiter mit Gritsch zusammenarbeiten will: „Wir wollen nicht einfach nur Zeit miteinander verbringen. Es soll sportlich in die richtige Richtung gehen.“
Gritsch habe „eine wirklich starke Vorbereitung hinter sich“, der Wirbel um die Beziehung - der hinter den Kulissen schon länger Thema gewesen sei - hätte sich aber auch in den Leistungen widergespiegelt. Stengg hofft nun, dass sich alles wieder beruhigt: „Der mediale Aufschrei war schon groß. Ich bin aber voll von ihr überzeugt und traue ihr eine Leistungssteigerung zu.“
Der 34-Jährige witzelt auch schon über das Liebes- und Arbeitsverhältnis: „Ich bin ab sofort ihr Angestellter, sie ist also in doppelter Hinsicht meine Chefin.
Ausbootung hat auch für andere Teammitglieder Folgen
Die 26 Jahre alte Gritsch - bei der WM 2019 in Are Vize-Weltmeisterin mit der Mannschaft - war im vergangenen Winter 23. im Gesamtweltcup und damit drittbeste Österreicherin hinter Cornelia Hütter und Mirjam Puchner. Die Verwerfungen um ihre Beziehung zu Stengg haben nun auch Folgen für andere Mitglieder des Teams.
Stengg trainierte bisher die WC3-Trainingsgruppe, zu denen auch Gritsch gehörte. Nachdem die Beziehung der beiden intern aufgeflogen war, wurde er zunächst in die Back-to-Race-Gruppe versetzt. Dort trainierte er die Sportler*innen, die nach ihrer Verletzung am Comeback arbeiten.
Zu ihnen zählt auch Sonja Gigler, die sich im Februar das Kreuzband gerissen hat, und sich nun wieder umstellen muss. „Wir wissen noch überhaupt nicht, wie es weitergeht, wer Flo nachfolgen soll“, schilderte sie nun der Krone. Vorübergehend ist sie nun zu Trainer-Guru Roland Fuchs gewechselt.