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Brisanter Ski-Zoff: "Sie sollten sich schämen!"

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Brisanter Ski-Zoff: "Sie sollten sich schämen!"

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Ski-Zoff: „Sie sollten sich schämen!“

Bei der Junioren-WM der Ski-Alpin-Talente sorgt eine Tatsache für mächtig Wirbel. Zahlreiche Stars sind sauer. Die FIS und das Organisationskomitee wehren sich.
Im „SKI & BERGE: Das DSV Magazin“ auf SPORT1 begrüßt Ruth Hofmann den Streif-Sieger von 2018, Thomas Dreßen. Der 30-Jährige spricht über seine erfolgreiche Karriere, seinen kürzlichen Rücktritt & seine Zukunftspläne. Außerdem gibt Florian Soldner vom DSV-Bundeslehrteam wertvolle Tipps zum Thema Skitour. In der Rubrik #Schneevonmorgen beleuchtet Anna Dollak das Thema nachhaltige Anreise ins Skigebiet.
Gabriel Skoro
Gabriel Skoro
von SPORT1

Der Alpin-Sport kommt derzeit nicht zur Ruhe. Neben der heftigen Diskussion um den vollgepackten Rennkalender gibt es nun auch im Anschluss an die Junioren-WM in der französischen Region Haute-Savoie einen neuen Zoff.

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Im Fokus steht dabei das Livestream-Angebot der Rennen. So wurden die Riesenslalom- und Slalom-Rennen der Frauen im Gegensatz zu den Wettbewerben der Männer nicht übertragen.

Für die britische Alpin-Fahrerin Charlie Guest (30) ist diese Entscheidung eine „schädliche Botschaft“ für den Sport. „Die Message ist: Die Athletinnen werden nicht wertgeschätzt. Die Athletinnen verdienen keinen Platz im Scheinwerferlicht. Egal wie gut, entschlossen oder engagiert du bist - deine Karriere und deine Ergebnisse sind irrelevant und unwichtig“, kritisiert sie in einem Instagram-Post.

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„Schiere Ungleichheit!“ Ski-Ass kritisiert FIS

Dabei nimmt die Britin die FIS und ihre Komitees in die Pflicht, denn „Tausende von Mädchen verlassen den Sport, wenn ihre Teenager-Zeit beginnt“. Daher sei der Verband in der Verantwortung, um „allen Athletinnen zu zeigen, dass es eine Zukunft gibt und sie eine Karriere im Sport haben können, wie wertgeschätzt wird.“

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Es schade den Nachwuchsfahrerinnen enorm, dass ihre Rennen nicht zu sehen waren. Schließlich hätten sie dadurch „ein Verlust im kommerziellen Wert“ hinnehmen müssen. Guest schimpft: “Eklatante Entscheidungen, die schiere Ungleichheit zeigen, wie wir sie gerade erlebt haben, sind auf keiner Ebene akzeptabel (und werden es auch nie sein) und führen nur zu einem ernsthaften Rückgang der Beteiligung und schaden unserem Sport.“

Vonn und Co. kritisieren ebenfalls die FIS

Mit ihrer Einschätzung ist die Technik-Spezialistin, die bereits zweimal an den Olympischen Winterspielen teilgenommen hat, längst nicht alleine. Unter ihrem Instagram-Beitrag stimmen ihre viele Stars wie Lindsey Vonn, Anna Veith und Eva-Maria Brem zu.

„Ich denke, das ist ein furchtbar schlechtes Signal an die jüngeren Fahrerinnen“, poltert auch Maria Tviberg beim norwegischen Sender NRK.

Dieser Meinung ist auch Nina Haver-Loseth. „Sie haben einen Fehler gemacht und sollten sich schämen“, moniert die Ex-Fahrerin, die von einem „inakzeptablen Verhalten der FIS“ spricht. „Ich hoffe, die FIS nimmt sich dieses Problems an und mit dem Schlamassel aufräumt, den sie angerichtet hat“, ergänzte die Norwegerin.

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FIS wehrt sich gegen Kritik wegen Blackout

Der Weltverband hat sich mittlerweile in einem Statement zu dem Blackout bei der Junioren-WM geäußert. „Die FIS erkennt an, dass das Streaming nur des Slaloms und des Riesenslaloms der Männer bei den Alpinen Junioren-Skiweltmeisterschaften nicht mit den FIS-Werten der Chancengleichheit und der Gleichstellung der Geschlechter übereinstimmt. Die FIS hätte darauf bestehen sollen, dass auch die Wettbewerbe der Frauen übertragen werden, und wir nehmen uns die Rückmeldungen, die wir erhalten haben, zu Herzen“, schreibt der Weltverband auf seiner Homepage.

Zu den Gründen, warum die zwei Frauen-Rennen nicht gezeigt wurden, verwies die FIS an eine Mitteilung der Organisatoren. Dort werden mehrere Gründe für die fehlenden Streams genannt.

So entschieden sich die Verantwortlichen für verschiedene Austragungsorte, um „das Streaming zu finanzieren“. Daher kam es zur „technischer Unmöglichkeit für unser Produktionsteam, an mehreren Orten gleichzeitig präsent zu sein“. Weiter seien der enge Zeitplan von einer Woche und „Extrakosten von 30.000 Euro sowie logistische Zwänge“ ursächlich für die fehlenden Streams.

„Wir bedauern aufrichtig die Kontroverse, die durch die Live-Übertragungen ausgelöst wurde, und halten es für wichtig, in Zukunft mehr auf die Gleichstellung der Geschlechter, aber auch auf die Gleichstellung der Disziplinen zu achten“, gelobt das Organisationskomitee Besserung.