Jacob Schramm hat erschreckende Details zu seinem Horror-Sturz auf der Streif in Kitzbühel preisgegeben. Zum einen beschrieb er den schlimmen Unfall, bei dem er sich mehrere Kreuzbandrisse zuzog. Zum anderen schilderte er seinen schwierigen Reha-Start.
Erschreckende Details: DSV-Ass erzählt von Horror-Moment
DSV-Ass beschreibt Horror-Moment
„Das rechte Kreuzband, das Knie hat so geknackt, danach ist der Airbag aufgegangen, weil es mich geschmissen hat, das war so ein Puff“, erzählte Schramm im Interview mit RTL.
Schramms linkes Knie hatte sich im Fangzaun ausgerenkt, war komplett verdreht. „So ein ganz ekliges Gefühl, Geräusch, wie wenn man was zerquetscht“, sagte der DSV-Athlet dazu.
Im ersten Moment hatte Schramm noch keine starken Schmerzen
Er erinnere sich genau an den Moment, als er mit Entsetzen auf sein schwer in Mitleidenschaft gezogenes Bein heruntergeblickt habe: „Dass ich dann am Boden sitz, auf das Knie herunterschaue und einfach sehe, wie es im 45-Grad-Winkel nach innen steht.“
Schramm weiter: „Ich war geschockt und habe vielleicht auch deswegen nicht ganz so viel Schmerzen im ersten Moment verspürt, auch wenn es dann nach und nach immer mehr kam.“
Die Diagnose lautete Kreuzbandriss im vorderen und hinteren Kreuzband des linken Knies, ein Kreuzbandriss und komplizierter Bruch im rechten Knie sowie eine leichte Gehirnerschütterung.
Nach mehreren Operationen und intensiver physiotherapeutischer Behandlung arbeitet DSV-Athlet derzeit daran, das Gehen neu zu erlernen. Er teilte kürzlich ein Video auf Instagram, das seine ersten Schritte mit Gehhilfen zeigt.
Die Zeit seiner Genesung beschreibt er wie folgt: „Immer mal wieder so ein bisschen bergauf, bergab, aber ich glaube, ich versuche, das Beste draus zu machen.“
Aufgrund der Schwere seiner Verletzungen bleibt unklar, ob Schramm jemals wieder an seine sportlichen Leistungen anknüpfen kann.
Freundin muss deutschen Skirennfahrer trösten
Der Unfall hatte in der Skisportgemeinschaft die Diskussion über die Sicherheit auf anspruchsvollen Strecken wie der Streif neu entfacht. Experten betonen die Notwendigkeit kontinuierlicher Verbesserungen in den Bereichen Streckensicherung und Athletenschutz, um das Risiko schwerer Verletzungen zu minimieren.
Die berühmte Streif hat schon einige Athletinnen und Athleten durch ihre Erfolge berühmt gemacht, doch immer wieder gibt es schlimme Stürze.
Durch seinen Unfall verpasst Schramm die aktuelle Ski-WM in Saalbach und die Olympischen Winterspielen im kommenden Jahr. Seine Teamkollegen fahren zu sehen, schmerzt ihn.
Unterstützt wird er aktuell von seiner Freundin Lena: „Sie musste mich ab und zu mal in den Arm nehmen, wenn wieder die Emotion rauskam“, sagte der 26-Jährige.