Ski Alpin>

Ski alpin: War das fair? Aufregung um US-Superstar Shiffrin

War das fair? Wirbel um Ski-Superstar

Mikaela Shiffrin fährt im Slalom von Semmering ihren 106. Weltcupsieg ein. Nach dem Rennen gibt es Klärungsbedarf bei einer brisanten Frage.
Mikaela Shiffrin hat mit 102 Siegen im Weltcup so oft gewonnen wie niemand sonst im Ski-Alpin-Zirkus. DSV-Star Lena Dürr äußert sich dazu, ob die US-Amerikanerin für sie die beste Skirennläuferin aller Zeiten ist.
Mikaela Shiffrin fährt im Slalom von Semmering ihren 106. Weltcupsieg ein. Nach dem Rennen gibt es Klärungsbedarf bei einer brisanten Frage.

Der Sieg von Mikaela Shiffrin beim Slalom der Frauen in Semmering hat bei einigen Konkurrentinnen angeblich einen schalen Beigeschmack hinterlassen.

So berichtet unter anderem Eurosport, dass bei den Verbänden der Schweizer und der Österreicher über einen Protest nachgedacht worden sei. Letztlich kam es allerdings nicht zu einem solchen Einspruch.

Grund für die Aufregung um den siegreichen US-Star war eine Pistenbesichtigung vor dem Wettbewerb. Shiffrin hatte die Strecke als eine der letzten Fahrerinnen begutachtet und dabei eine aus ihrer Sicht zu gefährliche Stelle ausgemacht.

Zweitplatzierte moniert: „Sollte für jeden gleich sein“

Sie habe „mit der FIS und einigen Coaches“ darüber diskutiert, meinte sie bei Eurosport später. Ihren Bedenken wurde stattgegeben, die Strecke geändert.

Das Problem: „Es waren nur ich und zwei andere Athletinnen, die das wirklich gesehen haben“, erklärte Shiffrin. Allen anderen Starterinnen wurde lediglich ein Video geschickt, in dem die neue Streckenführung zu sehen war.

Die Schweizerin Camille Rast, die auf dem zweiten Rang landete, bezeichnete dies als „nicht so glücklich. Wir hatten alle schon inspiziert. Es sollte für jeden gleich sein. Wir sind die 30 besten Slalom-Fahrerinnen der Welt. Ich denke, wir können uns an die Situation anpassen.“

Shiffrin wiederum sprach von einem „sehr komischen Moment an einem sehr komischen Tag“. Zuvor hatte sie die Bedingungen, wie allerdings mehrere andere Fahrerinnen, scharf kritisiert. Einige Konkurrentinnen hätten Angst gehabt, behauptete die Ski-Königin.

Shiffrin: „War für die Mädels nicht sicher“

Die Kritik: Weiter oben sei die Piste eisig gewesen, unten dagegen weich: „Ich muss das ansprechen: Es war für die Mädels nicht sicher.“ Sie selbst habe mit der Startnummer vier keine Probleme gehabt, aber für die späteren Starterinnen sei das „nicht ok“.

Letztlich schafften es nur 40 der 77 Teilnehmerinnen des ersten Durchgangs ins Ziel: „Meines Wissens gab es keine schweren Verletzungen, aber so wie die Piste gerissen ist... der zweite Lauf war sicherlich etwas besser, aber ich bin frustriert darüber, wie es für diese Frauen gelaufen ist“, sagte Shiffrin.