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Vonn geschlagen! Nächstes deutsches Podium

Vor Vonn! Nächstes deutsches Podium

Kira Weidle-Winkelmann fährt bei der vorletzten Abfahrt vor Olympia knapp vor Lindsey Vonn erneut aufs Podium - ein Fehler kurz vor dem Ziel kostet den Sieg.
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Kira Weidle-Winkelmann fährt bei der vorletzten Abfahrt vor Olympia knapp vor Lindsey Vonn erneut aufs Podium - ein Fehler kurz vor dem Ziel kostet den Sieg.

Skirennläuferin Kira Weidle-Winkelmann hat bei der vorletzten Weltcup-Abfahrt vor den Olympischen Spielen erneut für einen Paukenschlag gesorgt. Beim Rennen im italienischen Tarvisio verpasste die 29 Jahre alte Wahl-Münchnerin als Zweite zum zweiten Mal in diesem Winter nur knapp den Sieg. Mannschaftskollegin Emma Aicher wurde sehr gute Fünfte.

Schneller als Weidle-Winkelmann (+0,20 Sekunden) war auf der Hochgeschwindigkeitspiste in Tarvisio lediglich die Italienerin Nicol Delago, die ihren ersten Weltcup-Sieg feierte.

„Es war eine gute Fahrt. Hier und da war aber auch noch der ein oder andere Fehler dabei. Ich bin auf jeden Fall zufrieden“, freute sich Weidle-Winkelmann im ZDF: „Der Grundspeed und das Gefühl fürs Skifahren ist wieder voll da. Wenn dann von oben bis unten alles, oder zumindest das meiste zusammenpassen und dann reicht es auch mal fürs Podium.“

Dritte wurde die große Olympiafavoritin Lindsey Vonn (+0,26), die eine Woche nach ihrem Erfolg in Zauchensee im siebten Speed-Rennen der Saison schon zum sechsten Mal auf das Podest fuhr.

Ski Alpin: Weidle-Winkelmann ärgert sich über Fehler

Weidle-Winkelmann verpasste ihren ersten Weltcup-Sieg auf den letzten 15 Fahrsekunden. Bei der letzten Zwischenzeit war sie noch die Schnellste gewesen, 0,06 Sekunden vor der kurz vor ihr gestarteten Delago. Den Fehler, der sie insgesamt 0,26 Sekunden und damit Platz eins kostete, quittierte die gebürtige Schwäbin noch während der Fahrt mit einem deutlich vernehmbaren Fluch.

Ohne diesen Fehler hätte sie das Rennen wohl gewonnen, das wusste sie auch selbst: „Klar. Unten habe ich auch ein bisschen geflucht bei dem Fehler, auch weil es gestern im Training schon an ähnlicher Stelle passiert ist. Das kostet auf jeden Fall Zeit. Ich habe mal geschaut und in dem Sektor verliere ich 26 Hundertstel auf die Nicol (Anm. d. Red.: Siegerin Nicol Delago) und am Ende bin ich zwei Zehntel hinten.“

„Das tut weh, aber letztendlich weiß ich, dass ich dabei bin und es auf jeden Fall möglich ist, ein Rennen zu gewinnen“, sagte Weidle-Winkelmann. Vorerst musste sie sich mit der achten Podiumsplatzierung ihrer Karriere zufrieden geben, der zweiten der Saison nach Platz zwei bei der Abfahrt im Dezember in Val d’Isere.

Drei Wochen vor der olympischen Abfahrt (8. Februar) zeigte sich Weidle-Winkelmann angetan von ihrer Form. Gutes Vorzeichen mit Blick auf Olympia: Auf der „Olimpia delle Tofane“ in Cortina d’Ampezzo hatte Weidle-Winkelmann 2021 WM-Silber gewonnen.

Aicher wird Fünfte

Trotz einer fehlerhaften Fahrt zeigte erneut auch Allrounderin Aicher, dass bei den Olympischen Spielen mit ihr auch in der alpinen Königsdisziplin zu rechnen ist.

In der fünften Abfahrt der Saison fuhr sie zum fünften Mal unter die ersten zehn, der fünfte Rang (+0,80) war dabei ihr zweitbestes Resultat nach dem Sieg Mitte Dezember in St. Moritz. „Klar, es geht schneller“, sagte sie im ZDF, „aber: Top Ten passt gut.“

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)