Unter dem tosenden Jubel von rund 30.000 Fans hat Marco Odermatt Ski-Geschichte geschrieben! Der Schweizer raste beim Riesenslalom-Weltcup in Adelboden nach seinen Erfolgen in den Jahren 2022, 2023, 2024 und 2025 zum fünften Mal in Serie zum Sieg. Das gab es im alpinen Ski-Weltcup noch nie!
Ski Alpin: Odermatt siegt überlegen - und knackt historischen Rekord
Das gab es im Alpin-Weltcup noch nie
Odermatt knackte den Uralt-Rekord von Ingemar Stenmark, der von 1979 bis 1982 viermal in Serie beim Prestige-Rennen am Chuenisbärgli erfolgreich war und sich die Rekordmarke mit Odermatt teilte - bis jetzt.
Ski-Rekord: Braathen kann Odermatt nicht stoppen
Der Lokalmatador meisterte den spektakulären Riesenslalom-Kurs in seiner unnachahmlichen Manier nach unten und machte auch im gefürchteten letzten Steilhang keinen Fehler.
Der 28 Jahre alte Olympiasieger von 2022 verdrängte bei dichtem Schneetreiben den für Brasilien startenden Norweger Lucas Pinheiro Braathen (+0.49 Sekunden) auf Platz zwei. Dritter wurde überraschend der Franzose Leo Anguenot (+0,68 Sekunden).
Gratz bestätigt Topform - Schmid im Pech
Eine hervorragende Leistung bot erneut auch Fabian Gratz (+1,92). Nach seinem Ritt auf Rang fünf beim Riesenslalom in Alta Badia kurz vor Weihnachten fuhr er im vorletzten Riesenslalom vor den Olympischen Spielen als Neunter zum zweiten Mal in seiner Karriere unter die ersten zehn.
Erneut vergab der 28-Jährige im ersten Lauf eine noch bessere Platzierung, erneut holte er im Finale auf - mit der zweitbesten Laufzeit verbesserte er sich um 14 Plätze. „Fühlt sich gut an“, sagte er in der ARD.
Das Kontrastprogramm lieferten die drei anderen Deutschen. Alexander Schmid verletzte sich bereits im ersten Lauf leicht an der Schulter, als er bei voller Fahrt ein Tor mitriss, im Finale schied er an einer Welle aus. Anton Grammel, der noch um die Olympia-Teilnahme kämpft, fiel im zweiten Durchgang vom 17. auf den 22. Platz zurück. Jonas Stockinger hatte das Finale verpasst.
Nur noch eine Chance für DSV-Duo?
Gratz und Schmid sind bereits für die Olympischen Spiele (6. bis 22. Februar) qualifiziert, für die Teamkollegen Grammel und Stockinger wird es dagegen eng. Beide haben erst eine Platzierung unter den ersten 15 vorzuweisen, bis Olympia bleibt ihnen womöglich nur noch der Riesenslalom in Schladming am 27. Januar, um den zweiten Teil der Norm zu erfüllen.
Vor dem Beginn des Rennens hatte es eine Schweigeminute für die Opfer der Brandkatastrophe in Crans-Montana gegeben. „Wir wollen die Kraft der Gedanken wirken lassen, bis nach Crans-Montana“, sagte der Stadionsprecher zunächst, nach der Stille ergänzte er: „Crans-Montana, wir sind bei euch!“