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Ski-Star sorgt für Gänsehaut-Szenen nach Unglück

Ski-Star sorgt für Gänsehaut-Szenen

Camille Rast feiert in Kranjska Gora ihren ersten Weltcup-Sieg im Riesenslalom. Mit Trauerflor am Arm widmet sie ihren Triumph den Opfern der Brandkatastrophe in ihrem Heimatort.
Camille Rast widmet ihren Sieg den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana
Camille Rast widmet ihren Sieg den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana
© IMAGO/GEPA pictures
Camille Rast feiert in Kranjska Gora ihren ersten Weltcup-Sieg im Riesenslalom. Mit Trauerflor am Arm widmet sie ihren Triumph den Opfern der Brandkatastrophe in ihrem Heimatort.

Camille Rast hat ihren ersten Weltcup-Riesenslalom des Jahres den Opfern der Brandkatastrophe von Crans-Montana gewidmet. Mit ihrem emotionalen Auftritt machte sie auf das Schicksal ihres Heimatorts aufmerksam.

„Es war sicher nicht einfach. Aber der Sport bringt so viele Emotionen mit sich – ich hoffe, ich konnte heute den Familien ein kleines Lächeln aufs Gesicht zaubern“, sagte Camille Rast nach dem Rennen im ORF.

Rast trägt Trauerflor für die Opfer

Die 26-jährige Schweizerin trug einen schwarzen Trauerflor am linken Arm. Alle Schweizer Athletinnen hatten dieses Symbol der Trauer bei sich. Nach der Zieldurchfahrt formte Rast ein Herz mit den Händen und zeigte auf den Trauerflor.

Rast wuchs unweit von Crans-Montana auf, dem Skiort, der 2027 Austragungsort der Weltmeisterschaft sein wird.

Am Silvesterwochenende ereignete sich dort eine Brandkatastrophe, bei der 40 Menschen ums Leben kamen und mehr als 100 verletzt wurden.

„Wir fahren für sie an diesem Wochenende“

Das Ereignis hat Rast tief berührt. „In dieser Woche gab es in meinem Heimatort einen tragischen Unfall. Ich denke an diese Familien. Wir fahren für sie an diesem Wochenende“, sagte sie.

Für Rast war das Rennen damit nicht nur sportliche Herausforderung, sondern auch persönliche Pflicht.

Am Ende belohnte sich die Athletin für ihren Einsatz. Mit einem mutigen zweiten Lauf setzte sie sich an die Spitze des Weltcup-Riesenslaloms vor Julia Scheib aus Österreich (+0,20 Sekunden) und Paula Moltzan aus den USA (+0,47 Sekunden). Mit diesem Erfolg feierte Rast ihren ersten Sieg in dieser Disziplin.