Russland hat seine erste Medaille bei den Paralympics unter eigener Flagge seit den Heimspielen von Sotschi 2014 gewonnen. Die alpine Skirennfahrerin Warwara Worontschichina kam am ersten Wettkampftag in Cortina d’Ampezzo in der Abfahrt der stehenden Startklasse auf Rang drei und sicherte sich Bronze.
Erste Medaille seit 2014: Russin holt Bronze bei Paralympics
Erste russische Medaille seit 2014
Der Sieg ging an die Weltcupdominatorin Ebba Arsjö aus Schweden (1:22,00 Minuten), die ihre dritte Goldmedaille bei Winterspielen gewann. Die Französin Aurelie Richard (+1,71 Sekunden) holte Silber vor der 23-jährigen Worontschichina (+2,47).
Die Russin war nach der Wiederzulassung des Internationalen Paralympischen Komitees (IPC) und einer erfolgreichen Klage Russlands vor dem Internationalen Sportgerichtshof CAS gegen den Ski- und Snowboard-Weltverband FIS erst im Januar nach vier Jahren in den Weltcup zurückgekehrt. Für die Paralympics hatte Worontschichina eine der sechs russischen Wildcards erhalten.
Die Rückkehr von Russland und Belarus war das bestimmende Thema vor dem Start der Spiele in Mailand und Cortina, bei der Eröffnungsfeier am Freitag im Amphitheater von Verona war die russische Flagge erstmals seit Sotschi 2014 wieder bei Paralympics zu sehen. Russland war anschließend zunächst aufgrund des Dopingskandals ausgeschlossen, dann wegen des Angriffskrieges in der Ukraine.