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Vierschanzentournee: "Das war nix, das war Müll" - Wellinger-Show mit Schönheitsfehler

Wellinger-Show mit Schönheitsfehler

Andreas Wellinger startet glänzend in die zweite Station der 72. Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen. Ein Schönheitsfehler kostet ihm jedoch den Quali-Sieg.
Andreas Wellinger kommt gut mit der Schanze in Garmisch-Partenkirchen zurecht
Andreas Wellinger kommt gut mit der Schanze in Garmisch-Partenkirchen zurecht
© AFP/SID/KERSTIN JOENSSON
Andreas Wellinger startet glänzend in die zweite Station der 72. Vierschanzentournee in Garmisch-Partenkirchen. Ein Schönheitsfehler kostet ihm jedoch den Quali-Sieg.

Auftaktsieger Andreas Wellinger ist glänzend in die zweite Station der 72. Vierschanzentournee gestartet. In der Qualifikation zum Neujahrsspringen in Garmisch-Partenkirchen (Montag, 14 Uhr im LIVETICKER) erzielte der 28-Jährige mit 139,0 m die deutliche Tagesbestweite, musste sich allerdings nach Problemen bei der Landung mit Platz zwei (139,0 Punkte) hinter dem Slowenen Anze Lanisek (134,0 m/140,5 Punkte) begnügen. Dritter wurde Manuel Fettner (Österreich).

„Es ist extrem konstant, es macht Spaß und geht relativ leicht“, freute sich Wellinger im ZDF, haderte aber mit seiner Landung, die ihn ohne Telemark den Quali-Sieg kostete: „Das war nix, das war Müll. Bei dem Fehler, da muss ich es besser machen.“

„Ich kippe immer wieder mal hinten runter bei der Landung. Daran muss ich noch arbeiten“, erklärte Wellinger genauer.

Vor 8000 Zuschauern kam der zweimalige Tourneesieger Ryoyu Kobayashi (Japan), als Zweiter in Oberstdorf Wellingers erster Verfolger, nur auf Rang 17. Der Oberstdorf-Dritte und Weltcup-Führende Stefan Kraft (Österreich), der zuletzt sechsmal in Folge in Garmisch-Partenkirchen den Tourneesieg verspielt hatte, belegte Platz sechs.

Tournee: Geiger und Paschke schwächeln in Garmisch

Einen schwachen Tag erwischte Karl Geiger (Oberstdorf), der Tourneezweite von 2020/21 qualifizierte sich nur als 35. für den Wettkampf der besten 50. Auch Pius Paschke (Kiefersfelden) blieb als 25. hinter seinen Möglichkeiten zurück. Philipp Raimund, zum Auftakt in seiner Oberstdorfer Heimat als Sechster zweitbester Deutscher, kam auf Platz zwölf vor Stephan Leyhe (Willingen/13.).

Zweitbester DSV-Adler war überraschend der Team-Olympiadritte Constantin Schmid (Oberaudorf) als Neunter. Schmid gehört derzeit nicht zum deutschen Weltcup-Team und startete als Teil der vierköpfigen "nationalen Gruppe", die der DSV zweimal pro Saison beim Heimspringen melden kann.

Der deutsche Meister Martin Hamann (Aue), der bis zur Tournee-Generalprobe Teil des deutschen Weltcup-Teams war, kam auf Platz 44. Da sich auch Felix Hoffmann (Goldlauter/24.) und Luca Roth (Messstetten/48.) qualifizierten, sind alle acht gestarteten DSV-Springer im Wettkampf der besten 50 dabei.

Die K.o.-Duelle der deutschen Springer:

  • Andreas Wellinger (Ruhpolding/2.) - Danil Wassiljew (Kasachstan/49.)
  • Constantin Schmid (Oberaudorf/9.) - Gregor Deschwanden (Schweiz/42.)
  • Philipp Raimund (Oberstdorf/12.) - Kristoffer Eriksen Sundal (Norwegen/39.)
  • Stephan Leyhe (Willingen/13.) - Roman Koudelka (Tschechien/38.)
  • Felix Hoffmann (Goldlauter/24.) - Valentin Foubert (Frankreich/27.)
  • Pius Paschke (Kiefersfelden/25.) - Kasperi Valto (Finnland/26.)
  • Karl Geiger (Oberstdorf/35.) - Alex Insam (Italien/16.)
  • Martin Hamann (Aue/44.) - Peter Prevc (Slowenien/7.)
  • Luca Roth (Messstetten/48.) - Manuel Fettner (Österreich/3.)

Weitere Duelle u.a.:

  • Anze Lanisek (Slowenien/1.) - Piotr Zyla (Polen/50.)
  • Stefan Kraft (Österreich/6.) - Antti Aalto (Finnland/45.)
  • Ryoyu Kobayashi (Japan/17.) - Eetu Nousiainen (Finnland/34.)

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)