Skispringen>

"Bis ich 60 bin": Kasai will noch lange springen

Kasai hat mit 53 noch lange nicht genug

Mit 53 Jahren verschwendet Japans Schanzen-Dino noch keinen Gedanken ans Kariereende.
Skisprung-Legende Noriaki Kasai träumt davon, noch einmal bei den Olympischen Spielen an den Start zu gehen. DSV-Adler Philipp Raimund zollt dem 53-Jährigen großen Respekt.
Mit 53 Jahren verschwendet Japans Schanzen-Dino noch keinen Gedanken ans Kariereende.

Auch nach 37 Jahren im internationalen Skispringen denkt Noriaki Kasai nicht ansatzweise ans Karriereende. „Jetzt ist mein großes Ziel zu springen, bis ich 60 bin, um damit die Menschen in Japan und auf der ganzen Welt zu überraschen“, sagte der 53-Jährige am Rande seines Heim-Weltcups in Sapporo bei Eurosport.

Die Qualifikation für das erste von zwei Springen in der Olympiastadt von 1972 - Kasais Geburtsjahr - hatte „Nori“ verpasst. Seine ohnehin schon geringen Chancen auf die Teilnahme an den Olympischen Winterspielen im Februar sind damit weiter gesunken.

Stellt Kasai eine deutsche Legende in den Schatten?

Dennoch sagt er: „Ich habe den Wunsch, bei Olympia dabei zu sein.“

Sollte Kasai, der im Dezember 1988 in Sapporo sein Weltcup-Debüt gefeiert hatte, wirklich bis zu seinem 60. Geburtstag weitermachen, hätte er 2030 in den französischen Alpen eine weitere Chance auf seine neunte Olympia-Teilnahme.

Diese hat im Winter noch niemand erreicht, bislang teilt sich Kasai den Rekord mit Eisschnellläuferin Claudia Pechstein, die ihre Karriere beendet hat.