Ren Nikaido hat das Bergiselspringen der Vierschanzentournee in Innsbruck gewonnen. Der Japaner holte den ersten Weltcupsieg seiner Karriere vor Domen Prevc, der als Zweiter seinen dritten Tagessieg knapp verpasste.
Vierschanzentournee: Historischer Sieg lässt Prevc-Traum platzen
Traum geplatzt! Prevc geschlagen
Damit kann Prevc nicht mehr in den elitären Kreis des „Grand-Slam-Siegers” bei der Vierschanzentournee einziehen. Dafür hätte er, wie zuvor bisher nur Sven Hannawald, Kamil Stoch und Ryoyu Kobayashi, alle vier Springen gewinnen müssen.
Die Vierschanzentournee dürfte er mit großer Wahrscheinlichkeit aber trotzdem gewinnen.
Der goldene Adler ist ihm kaum noch zu nehmen: Vor dem Finale in Bischofshofen am Dienstag führt er die Gesamtwertung mit umgerechnet 22 Metern Vorsprung auf Jan Hörl klar an, der Österreicher wurde am Sonntag hinter seinem Teamkollegen Stephan Embacher Vierter.
Vierschanzentournee: Hoffmann verpasst Podium als Fünfter
Als bester Deutscher belegte Felix Hoffmann den fünften Rang. Er wahrte damit auch die Chance, erstmals in seiner Karriere in der Endabrechnung das Podest zu erklimmen, der Thüringer ist auch insgesamt Fünfter.
Dabei blieb er vor seinem zweiten Sprung kurz am Balken hängen. „Vielleicht hat es das gebraucht. Ich bin mit dem Schuh hängen geblieben - aber dann bin ich ins Segeln gekommen“, sagte er im ZDF. Auch Philipp Raimund überzeugte als Zwölfter, verlor in der Gesamtwertung aber einen Rang und ist nun Siebter.
Vor 21.125 Zuschauern, davon je 9400 Österreicher und Deutsche, folgte Pius Paschke auf dem 28. Platz. Die deutschen Sorgenkinder Karl Geiger (31.) und Andreas Wellinger (37.) schafften es dagegen auch im dritten Tournee-Springen nicht in den zweiten Durchgang. „Ich habe leider die Landung verkackt. Und das ärgert mich enorm“, sagte der zweimalige Olympiasieger Wellinger. Geiger sah zumindest „einen Schritt in die richtige Richtung.“
Prevc schlägt nach Quali-Schrecksekunde zurück
Dominator Prevc hatte am Samstag einen Warnschuss erhalten, als er bei aufkommendem Wind in der Qualifikation nur den 30. Platz erreichte - ohne die Bonuspunkte für die widrigen Verhältnisse hätte er sogar den Wettkampf verpasst. „Zum Glück war es nur die Qualifikation. Also: Keine Gedanken machen, kein Stress, einfach fokussieren und weitermachen“, sagte er im Anschluss - und ließ Taten folgen.
Prevc hatte in der Qualifikation ebenso wie Raimund zudem für eine Schrecksekunde gesorgt, beide krachten nach der Landung mit zu viel Geschwindigkeit heftig in eine Bande. Der DSV-Adler brachte diese sogar zu Bruch. „Mir geht es soweit gut. Ich hoffe, das bleibt auch so“, hatte Raimund im Anschluss gesagt. Im Wettkampf war dann von Problemen nichts zu sehen.
Weiter geht es für Prevc, Hoffmann und Co. schon am Montag (ab 16.30 Uhr im LIVETICKER) mit der Qualifikation in Bischofshofen. Auf der Paul-Außerleitner-Schanze hat der Slowene in seiner Karriere noch nie das Podest erreicht, nun kann er dort seiner Titelsammlung erstmals den Goldenen Adler hinzufügen.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)