Skispringer Domen Prevc hat eine der letzten Hürden auf dem Weg zum Triumph bei der Vierschanzentournee mit Bravour genommen.
Vierschanzentournee: Deutsches Sorgenkind überrascht - Prevc schlägt zurück
Deutsches Sorgenkind überrascht
Der Führende der Gesamtwertung gewann auch die Qualifikation von Bischofshofen mit einem Sprung auf 140,0 m ohne Probleme. Auch alle fünf DSV-Adler sind am Dienstag (ab 16.30 Uhr im LIVETICKER) im Wettkampf dabei.
Der Slowene Prevc, der nach Siegen in Oberstdorf und Garmisch-Partenkirchen und Platz zwei in Innsbruck wohl nur noch durch das Wetter oder eine Disqualifikation gestoppt werden kann.
Er lag damit auch vor seinen ärgsten Verfolgern im Kampf um den Goldadler: Jan Hörl landete als Dritter ebenso hinter Prevc wie Stephan Embacher (beide Österreich), der Zweiter wurde.
Vierschanzentournee: Wellinger überrascht
Das deutsche Quintett erlebte vor 4250 Fans einen Tag mit Licht und Schatten. Philipp Raimund war als Sechster bester DSV-Adler. Felix Hoffmann, als Fünfter der Gesamtwertung noch mit Podestchancen, kam nicht über den elften Platz hinaus.
Für eine positive Überraschung sorgte Andreas Wellinger, der als 23. vor Pius Paschke (25.) lag und beim morgigen Springen sogar als besser platzierter Springer mit einer roten Startnummer in sein Duell gehen wird.
Dies hatte ein leicht euphorischer Wellinger schon direkt nach seinem Sprung in der ARD angekündigt: „Ich bin definitiv zufrieden. Gestern war es sehr ärgerlich, weil ich die Landung eigentlich nie versaue und mir dadurch selbst einen zweiten Durchgang weggenommen habe. Heute ist es mir aber gelungen, daran anzuknüpfen, wo ich in Innsbruck aufgehört habe. Alle drei Sprünge waren solide. Es könnte sogar sein, dass ich morgen mal wieder eine rote Nummer habe.“
„Das gibt ein gutes Gefühl“, sagte ein glücklicher Wellinger, der sich für das Springen den zweiten Durchgang zutraut: „Wenn ich bei mir bleibe und alles umsetze, kann ich das schaffen.“
Gelingt dies, wäre es der erste zweite Durchgang für ihn bei dieser Vierschanzentournee. Karl Geiger schaffte als 44. soeben den Sprung unter die besten 50.
Prevc steht kurz vor dem Tournee-Sieg
Prevc geht mit einem Vorsprung von umgerechnet 22 Metern auf Hörl in das letzte Springen.
Nur einmal in der Tournee-Geschichte gab ein Springer einen so großen Vorsprung noch aus der Hand. 1971/72 war der Japaner Yukio Kasaya nach Siegen auf den ersten drei Schanzen abgereist, um sich auf die Olympischen Spiele im heimischen Sapporo vorzubereiten.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)