Der Traum von der nächsten Olympia-Teilnahme ist für Karl Geiger geplatzt, immerhin bei der Heim-WM im Skifliegen erhält der Routinier nun aber erneut eine Chance zur Schadensbegrenzung. „Das ganze Jahr lief bis jetzt wirklich sehr, sehr schwierig - regelrecht beschissen“, sagte der sechsmalige Weltmeister, der seit Saisonbeginn in einem tiefen Formloch steckt. Bei den Wettkämpfen im heimischen Oberstdorf will er sich nun rehabilitieren.
Skispringen: „Regelrecht beschissen“: Geiger reagiert auf Olympia-Aus
Geiger-Klartext nach Olympia-Aus
Er sei „jetzt froh, dass es ein bisserl besser wird und ich da draußen schöne Sprünge machen und gut Skifliegen kann“, sagte Geiger, 2020 im slowenischen Planica Einzelweltmeister im Skifliegen. Bei der Heim-WM, erstmals seit 2018 wieder in Oberstdorf, werden neben Geiger auch der Tournee-Sechste Felix Hoffmann (Goldlauter), Pius Paschke (Kiefersfelden), Philipp Raimund (Oberstdorf) und Andreas Wellinger (Ruhpolding) dabei sein.
„Wir sind einen Schritt vorwärtsgekommen und freuen uns auf das Skifliegen zu Hause“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher trotz der Enttäuschungen der vergangenen Wochen. Hauptziel sei dennoch „am letzten Tag beim Mannschaftsspringen eine gute Performance abzuliefern - um eine Medaille mitzukämpfen ist unser Ziel.“
Am Donnerstag müssen sich die DSV-Springer auf der Heini-Klopfer-Schanze zunächst in der Qualifikation beweisen (17.00 Uhr), dann wird über vier Durchgänge ein Sieger im Einzel ermittelt. Am Sonntag fällt die Entscheidung im Team.