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Skispringen: Legende wechselt in spektakuläre Sportart!

Skisprung-Legende wechselt Sportart

Skisprung-Legende Janne Ahonen wechselt einige Jahre nach seinem Karriereende die Sportart. Am kommenden Wochenende startet der Finne erstmals im Speedskiing gemeinsam mit Sohn Mico.
Janne Ahonen will sich in einer anderen Disziplin versuchen
Janne Ahonen will sich in einer anderen Disziplin versuchen
© IMAGO/Ulrich Wagner
Skisprung-Legende Janne Ahonen wechselt einige Jahre nach seinem Karriereende die Sportart. Am kommenden Wochenende startet der Finne erstmals im Speedskiing gemeinsam mit Sohn Mico.

Janne Ahonen sucht fast acht Jahre nach dem Ende seiner Skisprung-Karriere eine neue Herausforderung-und wagt einen schritt abseits der Schanze. Die finnische Legende versucht sich künftig im Speedskiing und nimmt am kommenden Wochenende an einem Projekt in Seinäjoki teil.

Der 48-Jährige tritt dabei nicht alleine an. Der Rekordgewinner der Vierschanzentournee plant den Start gemeinsam mit seinem Sohn Mico und will erstmals Erfahrungen in der extrem schnellen und rasanten Sportart sammeln.

Nach dem Skispringen: Ahonen sucht den Kick

Im Speedskiing geht es nicht um Weite, sondern um Geschwindigkeit. Athleten jagen auf speziellen Pisten den Berg hinunter und erreichen dabei teils enorme Geschwindigkeiten, teils sogar über 250 km/h.

Für Ahonen ist es ein kompletter Tapetenwechsel. Im Skispringen prägte der Finne über viele Jahre die Weltspitze. „Ich bin wirklich interessiert daran, wie ein alter Mann bei dieser Kälte Ski fahren kann, oder ob er es überhaupt kann“, sagte Ahonen der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalt Yle. Nun reizt ihn offenbar der nächste Nervenkitzel im Wintersport.

Olympia? Ahonen winkt ab-vorerst

Speedskiing ist längst eine vom Weltverband FIS anerkannte Sportart. Hinter den Kulissen wird zudem immer wieder darüber gesprochen, ob Speedskiing künftig auch olympisch werden könnte. Für Ahonen hätte das theoretisch einen besonderen Reiz: In seiner großen Karriere gelang ihm nie eine olympische-Einzelmedaille.

Trotz dieser Perspektive betonte Ahonen: „Meine Entscheidungen werden nicht davon beeinflusst, ob dies eine olympische Sportart wird oder nicht. Ich möchte einfach nur hart Ski fahren“.

Die Idee für sein neues Projekt entstand demnach bereits im vergangenen Herbst. Ahonen half damals dem finnischen Ski-Rennfahrer Elian Lehto bei Materialtests im Windkanal und bekam dabei offenbar selbst Lust auf den Sport. Ahonen erklärte, er habe schon sein ganzes Leben auf Skiern gestanden und verschiedenste Varianten ausprobiert. „Ich habe Abfahrtsski, Alpinski, Snowboards und alles dazwischen ausprobiert“. Ahonen führte weiter aus: „Ich glaube nicht, dass es eine Herausforderung ist, mit den Skiern umzugehen, sondern vielmehr, wie man das Ganze zusammenhält, wenn die Geschwindigkeiten höher sind als beim Skispringen.“

Einstieg der Legende mit Vorsicht

Für den Anfang will es die Skisprung-Legende jedoch bewusst ruhig angehen lassen. „Die Geschwindigkeiten sind noch nicht sehr hoch, vielleicht 100 km/h. Also nicht viel schneller als die Geschwindigkeiten auf einer Skisprungschanze“.

Statt sofort ans Limit zu gehen, wolle er vor allem die richtige Position finden und sich an das Gefühl auf der Strecke gewöhnen. Erst dann könne Schritt für Schritt mehr Tempo dazukommen.