Die deutschen Skispringer Karl Geiger und Philipp Raimund haben mit Ablehnung auf Betrugsvorwürfe norwegischer Medien gegen einen österreichischen Athleten bei der Vierschanzentournee (heute um 14 Uhr im LIVETICKER) reagiert. „Es ist ein schlechtes Zeichen, wenn man selbst betrogen hat und das dann anderen unterstellt“, sagte Geiger.
Vierschanzentournee: DSV-Adler reagieren auf Betrugsvorwürfe
DSV-Adler reagieren auf Vorwürfe
In der norwegischen Presse war zuvor die Legalität der Bindung von Österreichs Manuel Fettner angezweifelt worden, schreibt die dpa. Der Weltverband FIS hatte schnell reagiert und die Vorwürfe zurückgewiesen: „Die Bindung ist seit etwa zehn Jahren in Nutzung und wurde genehmigt.“
Deutscher Skispringer bügelt Vorwürfe weg
Bei Geiger hinterließen die Meldungen aus Norwegen einen faden Beigeschmack: „Das ist nicht unbedingt die beste menschliche Art. Das gehört sich einfach nicht“, sagte der DSV-Adler, der sich für das Neujahrsspringen als 31. qualifiziert hatte.
Vor knapp einem Jahr hatte das norwegische Skisprung-Team mit Betrugsmethoden für einen handfesten Skandal gesorgt. Mehrere Springer, darunter Marius Lindvik und Johann André Forfang, wurden gesperrt. Mittlerweile sind sie wieder Teil des Weltcups.
„Das sind die ganzen Mind Games, die während der Tournee gespielt werden“, sagte Raimund zu den norwegischen Medienberichten: „Ich persönlich denke, da ist nichts dahinter. Ich persönlich habe das schon abgehakt – ich will jetzt nicht sagen, im Klo runtergespült, aber abgehakt."
Der angezweifelte Fettner selbst meinte: „Es ist ein bisschen traurig, wenn die Medien das nicht prüfen, sondern direkt publizieren. Mich belastet es nicht, weil ich weiß ja, dass das bei mir passt.“