Vor zwei Jahren noch Silber, jetzt nur Zuschauer: Andreas Wellinger hat nach einem engen Training den Sprung in das deutsche Team bei der Skiflug-WM in Oberstdorf verpasst.
Skiflug-WM: „Bittere Pille“: Wellinger aussortiert
„Bittere Pille“: Wellinger aussortiert
Der zweimalige Olympiasieger musste im Kampf um einen Startplatz sowohl Karl Geiger als auch Pius Paschke den Vortritt lassen. Philipp Raimund und Felix Hoffmann waren aufgrund ihrer starken Vorleistungen für den Einzelwettkampf gesetzt. Alle vier müssen aber noch die Qualifikation (17.00 Uhr) überstehen.
Hannawald: „Er muss es verdauen“
ARD-Experte Sven Hannawald sagte zu der Entscheidung: „Ich habe mich eigentlich schon gefreut für Andi, weil man auf den Großschanzen gesehen hat, dass er wirklich etwas verändert hat, was zum Skifliegen eigentlich passen müsste. Er hat sich im Kreis gedreht in den zwei Trainingssprüngen hier. Es ist eine bittere Pille, schwierig. Aber er muss es irgendwie verdauen, irgendwie muss es weitergehen.“
„Leider hat es Andi Wellinger nicht geschafft, im Team mit dabei zu sein. Die Jungs sind sehr, sehr eng beieinander gewesen. Es hat in letzter Konsequenz einfach die Sprungqualität entschieden“, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher: „Es war sehr, sehr eng. Wir haben im Trainerteam lange beraten und sind zu der Entscheidung gekommen.“
Wellinger hatte bei der WM 2024 am Kulm Silber hinter Stefan Kraft (Österreich) sowie Bronze mit der Mannschaft gewonnen. Auf der Heini-Klopfer-Schanze flog er am Donnerstag zweimal auf 200,0 m - zu wenig. Freuen durfte sich Karl Geiger: Der Weltmeister von 2020 hatte am vergangenen Wochenende die Qualifikation für Olympia verpasst, schaffte es nun aber ins vierköpfige WM-Team.
Der neue Skiflug-Weltmeister wird am Freitag (16.00 Uhr) und Samstag (16.30 Uhr) in insgesamt vier Durchgängen ermittelt. Am Sonntag (16.15 Uhr) folgt zum Abschluss die Entscheidung im Teamwettkampf. Über die Besetzung des deutschen Quartetts wird dann neu entschieden.
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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)