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Erster Weltcupsieg! Raimund jubelt - Dominator disqualifiziert

Raimund-Triumph dank Ski-Panne

Philipp Raimund holt seinen ersten Weltcupsieg. Der Deutsche profitiert von der Disqualifikation von Skisprung-Dominator Domen Prevc. Der Slowene hat trotzdem die Kristallkugel sicher.
Philipp Raimund gewinnt bei Olympia Gold im Springen von der Normalschanze. Im deutschen Haus feiert er seinen Sieg mit dem Team und wählt rührende Worte.
Philipp Raimund holt seinen ersten Weltcupsieg. Der Deutsche profitiert von der Disqualifikation von Skisprung-Dominator Domen Prevc. Der Slowene hat trotzdem die Kristallkugel sicher.

Skispringer Philipp Raimund hat 25 Tage nach seinem Triumph bei Olympia erstmals auch einen Weltcupsieg gefeiert! Der Oberstdorfer profitierte im finnischen Lahti von einer Disqualifikation von Domen Prevc.

Raimund flog auf 122,5 m, wurde in dem Mini-Wettkampf mit nur einem Durchgang aber zunächst noch von Prevc (129,0 m) übertroffen. Der Gewinner der Vierschanzentournee feierte seinen vermeintlichen siebten Weltcupsieg in Folge aber zu früh, da er zu wenig Gewicht für seine Skilänge auf die Waage brachte. Seine Ski waren einen (!) Zentimeter zu lang.

Freund: „Eine Zahl auf der Waage ist eine klare Sache“

„Normalerweise hast du oben eine Waage und stehst da nochmal drauf, damit du sicher sein kannst, dass das Gewicht passt. Es war heute ein langer Tag, da wird er etwas durcheinander gewesen sein. Aber das ist eine der wenigen Sachen im Skispringen, wo wir ganz harte Fakten haben. Eine Zahl auf der Waage ist eine klare Sache“, sagte ZDF-Experte Severin Freund.

Der Deutsche jubelte im Anschluss über seinen Erfolg: „Endlich hat es geklappt. Ich bin sehr stolz, dass mir das gelungen ist in nur einem Durchgang. Nach Olympia-Gold musste ich noch auf den ersten Weltcupsieg warten – ich wusste, dass es am Kulm schwer werden würde, aber hier in Lahti mag ich die Schanze und habe einfach alles gegeben.“

Raimund-Sieg hat einen „leicht komischen Beigeschmack“

Im Gespräch mit dem ZDF gestand Raimund, dass der Sieg wegen der Disqualifikation „einen leicht komischen Beigeschmack“ habe, aber „nichtsdestotrotz fühlt es sich gut an, denn der Sprung war auf einem hohen Niveau. Ich bin stolz auf den Sprung.“

Er fügte hinzu: „Er war wohl 100 Gramm zu leicht, das passiert schnell. Wobei - ich bin eigentlich immer zwei Kilo zu schwer.“ Hinter Raimund wurde somit Daniel Tschofenig (Österreich) Zweiter vor Wladimir Sografski aus Bulgarien.

Prevc-Verfolger patzt

Prevc hat trotz seiner „Nullrunde“ aber den Triumph im Gesamtweltcup sicher und damit ein Stück Skisprung-Geschichte geschrieben. Weil Verfolger Ryoyu Kobayashi nur Sechster wurde, ist ihm die große Kristallkugel nicht mehr zu nehmen.

Damit hat Prevc innerhalb von nur zwölf Monaten alle fünf großen Einzel-Titel seines Sports gewonnen. Die „Big Five“ hatte vor ihm nur der 2019 verstorbene Finne Matti Nykänen geholt.

Prevc macht es seiner Schwester gleich

Prevc schaffte seine fünf Triumphe in Rekordzeit: Begonnen hatte die Titeljagd am 8. März 2025 mit dem WM-Titel in Trondheim, es folgten die Siege bei der Vierschanzentournee, der Skiflug-WM und den Olympischen Spielen - schneller geht es nicht.

Bereits am Donnerstag hatte seine Schwester Nika auf der WM-Schanze von 2029 ebenfalls den Gewinn des Gesamtweltcups perfekt gemacht, erstmals gehen die Kugeln somit an ein Geschwisterpaar.

Fast alle DSV-Adler enttäuschen

Abgesehen von Raimund enttäuschten die DSV-Adler fast ausnahmslos. Pius Paschke war als Zwölfter zumindest im Soll, Karl Geiger (23.), Andreas Wellinger (38.), Luca Roth (41.) und Felix Hoffmann (44.) folgten weit zurück.

Der Wettkampf ersetzte das Ende November ausgefallene Springen in Kuusamo, wurde wegen des engen Zeitplans in Lahti aber nur in einem Durchgang durchgeführt.

Am Samstag (17.00 Uhr) folgt ein weiterer Einzelwettbewerb, am Sonntag steht ein Super Team auf dem Programm.

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Mit Sport-Informations-Dienst (SID)