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Raimund verpasst Podium - Besonderer Triumph für Tschofenig

Raimund stark bei historischem Sieg

Daniel Tschofenig feiert in Lahti den 300. österreichischen Sieg bei einem Weltcup-Springen. Philipp Raimund bleibt nach zwei starken Sprüngen der unglückliche vierte Platz.
Philipp Raimund gewinnt bei Olympia Gold im Springen von der Normalschanze. Im deutschen Haus feiert er seinen Sieg mit dem Team und wählt rührende Worte.
Daniel Tschofenig feiert in Lahti den 300. österreichischen Sieg bei einem Weltcup-Springen. Philipp Raimund bleibt nach zwei starken Sprüngen der unglückliche vierte Platz.

Skispringer Philipp Raimund hat einen Tag nach seinem ersten Weltcupsieg mit Rang vier in Lahti seine Topform unter Beweis gestellt. Beim Sieg des Österreichers Daniel Tschofenig fehlten dem Olympiasieger aus Oberstdorf umgerechnet keine drei Meter zu seinem siebten Podestplatz der Saison.

„Er springt auf sehr hohem Niveau. Vor allem der zweite Sprung war erstklassig. Sein Absprung zeichnet ihn aus. Ich bin sehr zufrieden mit ihm. Man muss bei dem Niveau da vorne schon sehr gut springen”, sagte Bundestrainer Stefan Horngacher im ZDF.

Raimund flog auf der großen Salpausselkä-Schanze in Finnland auf 128,0 und 129,0 m, schon nach dem ersten Durchgang hatte er auf dem vierten Rang gelegen.

Besonderer Sieg für Tschofenig - Raimund hat klares Ziel im Visier

Nicht zu schlagen war Tschofenig, der vor Weltmeister Domen Prevc (Slowenien) und dem Japaner Ryoyu Kobayashi seinen dritten Saisonsieg holte.

Der Triumph für Tschofenig war für das österreichische Skispringen von besonderer Natur. Die Alpenrepublik blickt nun auf 300 Einzelsiege in der Weltcup-Historie.

Während Prevc im Gesamt-Weltcup längst enteilt ist, rückt Raimund hier auf den vierten Platz nach vorne. Nun nimmt er den dritten Platz ins Visier, den aktuell Tschofenig belegt.

„Es war das Ziel, das ich mir gesetzt habe. Jetzt haben aber auch Tschofenig und Kobayshi nochmal angezogen. Es wird ein spannender Kampf zum Ende hin“, prophezeite Raimund im ZDF-Interview.

Weitere DSV-Adler mit Problemen

Hinter Raimund klaffte aus deutscher Sicht erneut eine große Lücke. Felix Hoffmann empfahl sich als 21. zumindest für einen Start im Super-Team-Wettkampf am Sonntag (15.00 Uhr), dann darf jede Nation zwei Springer pro Mannschaft nominieren.

Routinier Pius Paschke (29.) schaffte es am Samstag nur mit Mühe in den zweiten Durchgang.

„Gestern war das Ergebnis gut, der Sprung aber durchwachsen. Heute war der erste gut, der zweite aber nichts. Da hocke ich nicht so gut und dann ist es wieder so ein druckloser Sprung. Du brauchst einfach Höhe um ins Gleiten zu kommen“, haderte Paschke mit seiner fehlenden Konstanz.

Die Sorgenkinder Andreas Wellinger (33.) und Karl Geiger (42.) verpassten nach zuletzt besseren Leistungen den zweiten Durchgang. Luca Roth scheiterte als 51. schon in der Qualifikation. Hier war auch für Stefan Kraft nach Platz 55 Endstation.