WWE>

Ein großes WWE-Comeback soll - vorerst - durchkreuzt sein

Großes WWE-Comeback durchkreuzt?

Chris Jericho wurde von vielen beim WWE Royal Rumble zurück erwartet. Es kam nicht dazu - angeblich weil Noch-Arbeitgeber AEW es mit der Aktivierung einer Vertragsklausel verhindert hat.
AEW lässt Chris Jericho offenbar vorerst nicht zu WWE ziehen
AEW lässt Chris Jericho offenbar vorerst nicht zu WWE ziehen
© IMAGO/ZUMA Press
Chris Jericho wurde von vielen beim WWE Royal Rumble zurück erwartet. Es kam nicht dazu - angeblich weil Noch-Arbeitgeber AEW es mit der Aktivierung einer Vertragsklausel verhindert hat.

Die einen haben ihn beim ersten RAW 2026 erwartet. Die anderen als Überraschungsteilnehmer beim Royal Rumble Ende Januar. Es galt als offenes Geheimnis in der Wrestling-Branche, dass Ringlegende Chris Jericho nach sechs Jahren bei Konkurrent AEW sehr bald zu WWE zurückkehren würde.

Passiert ist es bis jetzt allerdings nicht, obwohl lange gemunkelt wurde, dass „Y2J“ zum Jahreswechsel von 2025 auf 2026 Free Agent sein würde und jeden Moment beim Marktführer auftauchen könnte. Dass es immer noch nicht geschehen ist, sorgte zuletzt zunehmend für Verwunderung und Rätselraten. Nun scheint ein neuer Enthüllungsbericht Licht ins Dunkel gebracht zu haben.

AEW soll Chris Jerichos WWE-Vertrag „eingefroren“ haben

Wie der bekannte Showkampf-Reporter Sean Ross Sapp in dieser Woche bei Fightful vermeldet hat, soll Jericho Stand jetzt weiter bei AEW unter Vertrag stehen. Der 55-Jährige ist auf der offiziellen Liga-Homepage weiterhin als Kadermitglied gelistet, intern sei der Stand derselbe. Auch habe es keine interne Memo in Bezug auf einen Abgang gegeben - ein sonst übliches Prozedere.

Unter Berufung auf Insider bei AEW und „dem Umfeld von Jericho“ berichtet Sapp weiter, dass dort der Glaube vorherrsche, dass die Promotion Jerichos Vertrag „eingefroren“ hätte. Einige Zeit später ergänzte der andere bekannte Szeneguru Dave Meltzer in seinem Wrestling Observer Radio vielsagend, dass seine Quellen den Bericht nicht dementieren würden. Es herrsche beredtes Schweigen hinter den Branchenkulissen.

Ligaboss Tony Khan hätte demnach also eine branchenübliche Vertragsklausel gezogen, die es einer Promotion ermöglicht, einen Promoter über das eigentliche Vertragsende an sich zu binden - um den Zeitraum, den er während seines Engagements verletzungsbedingt oder aus anderen Gründen gefehlt hat.

WWE hat dieses Mittel selbst auch oft eingesetzt, etwa im Fall des mittlerweile tragisch verstorbenen Brodie Lee (Luke Harper) oder auch, als die damalige Sasha Banks (jetzt Mercedes Moné bei AEW) erstmals mit einem Abgang gedroht hatte.

WWE muss offenbar auf das Comeback warten

Jericho hatte im Herbst 2022 seinen zweiten Drei-Jahres-Vertrag unterschrieben. Wie damals offiziell mitgeteilt wurde, lief dieser bis Dezember 2025.

Weil Jericho aber seit Anfang April 2025 nicht mehr eingesetzt wurde, könnte er womöglich noch rund acht Monate „zwangsverpflichtet“! werden - je nachdem, unter welchen Umständen seine Auszeit ablief und von wem sie ausgegangen war.

Jericho und WWE könnten also um die Möglichkeit eines Auftritts beim Jahreshöhepunkt WrestleMania im April gebracht werden - sollten sich AEW und Jericho nicht vorher auf eine Auflösungsvereinbarung einigen können. Auch das hat es in vergleichbaren Fällen schon gegeben - allerdings ist fraglich, welcher Anreiz Khan dazu verleiten sollte, Jericho vor WrestleMania ziehen zu lassen und dem Konkurrenten damit einen großen Gefallen zu tun.

WWE soll für Jericho - so hatte es Meltzer schon vor längerem berichtet - eine Abschiedsstory und eine Aufnahme in die Hall of Fame planen. Es sieht so aus, als ob die Planungen für den Moment auf Eis liegen.