In der langen Geschichte von WWE hat kaum jemand in seinem Alter schon so viel Aufmerksamkeit auf sich gezogen wie er. Nun hat er den nächsten großen Schritt gemacht - und dabei einen Rekord gebrochen.
WWE: "Dieser Junge ist 21 und schon jetzt besser als ich mit 30"
Ist er die Zukunft von WWE?
Der 21 Jahre junge Shootingstar Je‘Von Evans hat sich in dieser Woche bei der TV-Show Monday Night RAW überraschend ein Ticket für das Käfigspektakel No Escape (Elimination Chamber) gesichert. Der schon jetzt bemerkenswert populäre Evans ist damit der jüngste Wrestler, der je diese Bühne betreten hat. Es ist eine Errungenschaft, die die Spekulationen und Fan-Fantasien beflügelt, welche Rekorde der Senkrechtstarter in dem Showkampf-Imperium noch brechen wird.
WWE: Je‘Von Evans auf dem Weg nach oben
Malachi Jeffers, wie das 2004 in der Wrestling-Hochburg Greensboro in North Carolina geborene Top-Talent eigentlich heißt, hat in einem erstaunlichen Tempo zahlreiche Blicke auf sich gelenkt.
Im frühen Teenager-Alter von dem auch unter eingefleischten Fans wenig bekannten Coach LaBron Kozone ans Wrestling herangeführt, begann Jeffers im Jahr 2023 in der Independent-Szene auf sich aufmerksam zu machen. Unter seinem früheren Kampfnamen Jay Malachi bestritt er auch einige Matches für AEW.
Nach einem Probetraining im Herbst 2023 nahm WWE ihn unter Vertrag. Mit seinem Debüt für den von Legende Shawn Michaels dirigierten Aufbaukader NXT im Frühjahr 2024 begann der Karriereschub des „Young OG“ (OG = Original Gangsta, d. Red.).
Etwas Besonderes wächst heran
Evans - mit 1,96 Metern ungewöhnlich groß für einen auf Flugaktionen fokussierten Highflyer - verblüffte die Fans frühzeitig mit seinen akrobatisch-innovativen Moves und seiner dynamischen Ausstrahlung.
Das Gefühl, dass da etwas Besonderes heranwächst, stützte WWE immer wieder, indem Evans in Matches mit größeren Stars gesteckt wurde: Im Herbst 2024 schickte die Liga die lebende Legende Randy Orton für ein Match mit NXT, ein Jahr später wurde Evans als Teilnehmer für das „Last Time Is Now Tournament“ benannt, in dem der letzte Gegner John Cenas ermittelt wurde.
Evans verlor gegen den späteren Sieger Gunther - war dann aber trotzdem auf der Card für Cenas Abschiedsevent und wurde so weiter als Star der Zukunft präsentiert, noch bevor er offiziell Teil des Hauptkaders war.
Schon im Royal Rumble ließ Evans aufhorchen
Beim ersten RAW des Jahres 2026 folgte die formelle Beförderung - und bald darauf das nächste Highlight: Als einer der jüngsten Teilnehmer überhaupt durfte Evans am traditionsreichen Royal Rumble teilnehmen und beeindruckende 40 Minuten durchhalten. Es war ein weiteres deutliches Signal der WWE-Oberen an die Fans: Behaltet diesen jungen Mann im Auge.
Beim dieswöchigen RAW unterstrich WWE die Botschaft, indem die Liga Evans die weit etablierteren Stars Gunther und Dominik Mysterio im Kampf um einen Platz bei No Escape besiegen ließ. Evans trifft nun auf Cody Rhodes, LA Knight, Orton (den Evans den Altersrekord bei No Escape abgenommen hat - bei der ersten Teilnahme 2003 war er noch 23) und zwei noch unbenannte Teilnehmer und kämpft um eine Titelchance gegen WWE-Champion Drew McIntyre bei der Megashow WrestleMania 42 im April.
Dass Evans das Match gewinnt, ist sehr unwahrscheinlich. WWE dürfte ihn eher in dem Kampf platziert haben, um einerseits Spektakel-Faktor zu liefern und ihn andererseits weiter als aufstrebender Star zu präsenteren.
Auch ein erfolgreiches Vorbild schwärmt
Gewiss ist: Schon jetzt beflügelt der ehemalige Schul-Basketballer Evans die Fantasien, wie schnell er es bei WWE wie weit bringen wird.
„Dieser Junge ist 21 und schon jetzt besser als ich mit 30″, lobte ihn unlängst Swerve Strickland, Topstar und ehemaliger World Champion beim Konkurrenten AEW und ein Vorbild Evans’ in einem Podcast mit Wrestling-Journalist Chris Van Vliet: „Mit 30 wird er so gut sein, dass man davor erschrecken muss. Schon in drei Jahren wird er beängstigend gut werden.“
An der Art und Weise, wie er aktuell bei WWE in Szene gesetzt wird, merkt man: Der fürs Kreative verantwortliche Chef „Triple H“ Paul Levesque scheint ähnlich zu denken.