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IOC-Präsident Bach erklärt die Beschlüsse des Doping-Gipfels
Thomas Bach ist seit 2013 Präsident des IOC © Getty Images
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Eigentlich als sicher geltende Doping-Testbehälter können von Unberechtigten unbemerkt geöffnet und geschlossen werden. Das IOC nimmt die WADA in die Pflicht.

Die Sicherheitslücke bei den neuesten Dopingkontrollbehältern macht das Internationale Olympische Komitee (IOC) kurz vor den Olympischen Winterspielen in Pyeongchang (9. bis 25. Februar) "sehr besorgt".

Diese Haltung zu der am Montag von der ARD enthüllten Problematik mit den von der Welt-Anti-Doping-Agentur (WADA) zugelassenen Gefäßen teilte das IOC am Dienstagmorgen mit.

"Wir haben die WADA aufgefordert sicherzustellen, dass die Anti-Doping-Tests in Pyeongchang in einer glaubwürdigen und verlässlichen Weise durchgeführt werden können", ließ das IOC weiter wissen: "Die WADA hat uns informiert, dass sie in Kontakt zum Flaschenhersteller Berlinger steht. Wir haben volles Vertrauen in die WADA, dass sie eine Lösung für dieses Thema finden wird."

Testflaschen können geöffnet und geschlossen werden

Am Montag waren schwere Mängel bei der Lagerung von Dopingproben bekannt geworden. Die erst im vergangenen September eingeführten Testflaschen können nach Recherchen der ARD-Dopingredaktion von unberechtigten Personen geöffnet und wieder verschlossen werden, ohne dass dabei Spuren hinterlassen werden.

Die WADA teilte mit, dass sich die als Reaktion auf den russischen Staatsdopingskandal entwickelten Sicherheitsflaschen der Schweizer Firma Berlinger, in denen die Proben aufbewahrt werden, nach der Einfrierung noch von Hand öffnen lassen. Auch das Kölner Kontrolllabor bestätigte die Existenz des Problems.

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