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Das Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea ist angespannt
Das Verhältnis zwischen Nord- und Südkorea ist angespannt © Getty Images
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Nordkorea will eine große Anzahl Cheerleader zu den Olympischen Winterspielen schicken. Das soll die angespannten inner-koreanische Beziehungen entlasten.

Nordkorea will 230 Cheerleader zu den Olympischen Winterspielen nach Pyeongchang (9. bis 25. Februar) entsenden und auch an den Paralympics (8. bis 18. März) im verfeindeten Süden teilnehmen. Zu diesem Ergebnis kam ein weiteres Arbeitsgespräch zwischen Vertretern der beiden koreanischen Länder, nachdem die Teilnahme des Nordens an den Spielen angekündigt worden war.

"Die inner-koreanischen Beziehungen sind sehr belastet", sagte Jon Jong Su, Chef der nordkoreanischen Delegation bei dem Treffen im Grenzort Panmunjom: "Wir hoffen, dass wir den Knoten lösen können."

Die Ergebnisse werden am Samstag (ab 9.30 Uhr) beim Internationalen Olympischen Komitee (IOC) unter Leitung von IOC-Präsident Thomas Bach in Lausanne diskutiert. Beteiligt sind neben beiden Nationalen Olympischen Komitees auch das Organisationskomitee der Spiele sowie die IOC-Mitglieder beider Länder.

Das IOC muss für eine Teilnahme Nordkoreas eine Reihe von Sonderregelungen treffen. Zum Beispiel über die Eingliederung der Athleten aus dem Norden, die keine Qualifikation haben. Auch sind bereits Meldefristen verstrichen. Gleichzeitig muss das Protokoll (Flagge, Hymne, Ausrüstung) für die Starter aus dem Norden festgelegt werden.

Vorschläge für mehr Einheit in Korea

Bis vor kurzem hatte Nordkorea noch mit Waffen- und Raketentests für große politische Spannungen in der Region gesorgt. In seiner Neujahrsansprache kündigte Machthaber Kim Jong Un überraschend an, eine Delegation zu den Spielen im Süden zu entsenden.

Vorgeschlagen wurde auch, dass es in Pyeongchang ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam geben solle, zudem sollten die Athleten beider Länder bei der Eröffnungs- sowie bei der Abschlussfeier Seite an Seite einlaufen.

Aber die Vorschläge stießen im Süden nicht nur auf Zustimmung. Mehrere tausend Südkoreaner riefen Präsident Moon Jae In in Petitionen auf, den Plan abzulehnen. "Unsere Spielerinnen haben über Jahre hart trainiert, um bei Olympia zu starten ... ein gemeinsames Team würde bei einigen von ihnen dazu führen, dass ihre Bemühungen umsonst waren", hieß es.

Gemischtes Bob-Team geplant

Der Bob-Weltverband IBSF plant unterdessen für die Olympischen Winterspiele in Pyeongchang den Einsatz eines Vierers mit Athleten aus Nord- und Südkorea als Spur-Schlitten. Das teilte die IBSF am Mittwoch mit.

Das gemischte Team würde die Bahnbedingungen vor den Viererbob-Rennen am 24. und 25. Februar testen und könnte vor allem ein weiteres Zeichen der Annäherung zwischen den Staaten setzen.

"Bobsport ist ein Teamsport wie kein anderer", sagte IBSF-Präsident Ivo Ferriani: "Die Athleten müssen auf engstem Raum perfekt zusammenarbeiten und sich vertrauen. Ein gemeinsames Bobteam würde die Athleten beider Länder besonders nah zusammenbringen."

Ferriani plane derzeit gemeinsam mit IBSF-Vizepräsident Darrin Steele diesen Einsatz, hieß es weiter. Die beiden früheren Bobsportler könnten das Team demnach trainieren. Geplant ist der Einsatz eines erfahrenen Piloten und eines Anschiebers aus Südkorea sowie zwei weiterer Anschieber aus Nordkorea. Das Internationale Olympische Komitee (IOC) prüfe den Vorschlag momentan.

Gemeinsamer Einlauf möglich

Nordkoreas Diktator Kim Jong Un hatte schon in seiner Neujahrsansprache überraschend angekündigt, dass er Athleten und weitere Vertreter zu den Spielen in den Süden entsenden wolle.

Südkorea möchte ein gemeinsames Frauen-Eishockeyteam antreten lassen. Es wäre der erste gemeinsame sportliche Auftritt der verfeindeten Staaten auf olympischer Bühne seit 70 Jahren. 1948 hatte das damals noch geeinte Korea an den Winterspielen in St. Moritz und im Sommer in London teilgenommen.

Zudem könnten beide Mannschaften bei der Eröffnungs- und Schlussfeier gemeinsam einlaufen. Dies war bislang nur bei den Sommerspielen 2000 in Sydney und 2004 in Athen sowie letztmals bei den Winterspielen 2006 in Turin der Fall.

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