vergrößernverkleinern
Radsport: Milliardär kauft Team Sky und gibt neuen Namen Team Ineos
Radsport: Milliardär kauft Team Sky und gibt neuen Namen Team Ineos © Getty Images
Lesedauer: 2 Minuten
teilenE-MailKommentare

Das Team Sky hat einen neuen Besitzer. Ab der kommenden Saison übernimmt ein Milliardär mit einem Chemie-Konzern im Rücken das Team.

Neuer Käufer für Team Sky um den fünfmaligen Tour-Sieger Chris Froome. 

Wie die Medienunternehmen Sky und 21st Century Fox am Dienstag mitteilten, wird der englische Milliardär Sir Jim Ratcliffe mit dem Chemie-Gigant Ineos das derzeitige Team ab dem 1. Mai in vollem Umfang finanzieren und alle bestehenden Verpflichtungen gegenüber Fahrern, Mitarbeitern und Partnern einhalten.

Meistgelesene Artikel

Der Brite soll über ein Vermögen von knapp 25 Milliarden Euro verfügen. Zuletzt hatte er knapp 130 Millionen Euro in ein Team des Segel-Wettbewerbs Americas Cup investiert.

Anzeige

Offizielle Team-Präsentation im Rahmen der Tour de Yorkshire

Aus Team Sky wird dann auch Team Ineos werden. Der TV-Sender hatte seinen Rückzug zum Ende des laufenden Jahres bekannt gegeben.

Die offizielle Präsentation des Team Ineos wird während der Tour de Yorkshire, die am 2. Mai im englischen Doncaster beginnt, stattfinden. "Radfahren ist eine großartige Ausdauersportart, die weltweit immer beliebter wird. Gleichermaßen wird der Radsport als gut für Fitness und Gesundheit angesehen", sagte Sir Jim Ratcliffe.

Das Team hat in den vergangenen Jahren die Tour de France dominiert und sechs der vergangenen sieben Auflagen für sich entschieden. 

Immer wieder Doping-Gerüchte

Zuletzt stand das Team aber in der Kritik wegen des Umgangs mit den Anti-Doping-Richtlinien. Besonders der Fall Chris Froome, der trotz zahlreicher Proteste und eines positiven Tests bei der Spanien-Rundfahrt 2017 am Ende doch bei der Tour de France startete, hatte zuletzt für Wirbel gesorgt. Auch der erste Tour-Sieger des Teams, Bradley Wiggins, stand im Verdacht, unsauber zu fahren.

Immer wieder kamen Vergleiche zu Lance Armstrongs berüchtigtem US Postal/Discovery-Rennstall auf, weil Sky speziell bei der Tour häufig stundenlang wie ein Zug vor dem Peloton herfuhr.

Im Hinblick auf die Zukunft erklärte Teamchef Dave Brailsford damals: "Das Team ist offen für die Zusammenarbeit mit einem neuen Partner, sollte sich die richtige Möglichkeit ergeben."

Nächste Artikel
previous article imagenext article image