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Mit seinem Rempler hat Dylan Groenewegen Konkurrent Fabio Jakobsen schwer verletzt. Jetzt äußert sich der Sturzverursacher erstmal nach dem Eklat.

Mit seiner Aktion im Zielsprint auf der 1. Etappe der Polen-Rundfahrt hat Dylan Groenewegen den Unmut des Radzirkus auf sich gezogen.

Im Sprint um den Sieg hatte der Niederländer vom Team Jumbo-Visma seinen Konkurrenten und Landsmann Fabio Jakobsen (Deceuninck-QuickStep)kurz vor der Ziellinie bei höchstem Tempo abgeräumt. Der 23-Jährige liegt im Koma.

Am Tag nach dem Horrorsturz meldete sich Verursacher Groenewegen zu Wort.

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Groenewegen: "Hasse das, was gestern passiert ist"

"Ich hasse das, was gestern passiert ist. Ich finde keine Worte, um zu beschreiben, wie leid es mir für Fabio und die anderen Fahrer, die gestürzt sind oder getroffen wurden, tut", erklärte der Niederländer via Twitter: "Im Moment ist die Gesundheit von Fabio das Wichtigste. Ich denke an ihn, ständig."

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Jakobsen war ohne Bewusstsein ins Krankenhaus geflogen und dort operiert worden. Die behandelnden Ärzte sprachen zunächst sogar von Lebensgefahr.

Wie sein Team Deceuninck-QuickStep am Donnerstagvormittag mitteilte, wurde Jakobsen über fünf Stunden in einem Krankenhaus operiert.

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Gehirn von Sturz-Opfer Jakobsen "scheint nicht beschädigt"

"Ein CT-Scan wurde durchgeführt, das Gehirn scheint nicht beschädigt worden zu sein", teilte Pawel Gruenpeter, stellvertretender Direktor des Krankenhauses, mit. Im Lauf des Tages wollten die Ärzte versuchen, ihn aufzuwecken.

"Das war ein krimineller Akt von Groenewegen. Er gehört dafür in den Knast, dafür würde ich vor Gericht ziehen", wetterte Jakobsens Teamchef Patrick Lefevere nach dem Rennen.

Groenewegen wurde disqualifiziert, sein Team erklärte, erst intern über die Sache zu sprechen, bevor es sich weiter äußere.

Armstrong und Co. - Weitere Reaktionen aus der Radwelt im Überblick:

Lance Armstrong: "Gedanken und Gebete gehen an Fabio Jakobsen. Bleibe stark, Junge."

Roger Kluge (Radrennfahrer): "Wir hoffen, dass Fabio da gut rauskommt, dass es doch nicht ganz so schlimm ist." 

Simon Geschke (Radrennfahrer): "Jedes Jahr derselbe dumme Bergabsprint bei der Polen-Rundfahrt."

Robbie McEwen (Rasport-Legende): "Das Barriere-Setup der Polen-Rundfahrt war nicht auf dem neuesten Stand."

Rolf Aldag (Ex-Radprofi): "Ich kenne diesen Sprint, der ist brutal schnell. Ich hatte aber zunächst nicht das Gefühl, dass die Absperrungen mangelhaft seien. Am Ende muss aber immer so etwas passieren, damit man mal die Sicherheitsstandards überprüft."
   

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