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Maximilian Schachmann hat sich bei einem Sturz bei der Tour de France an der linken Hand verletzt
Maximilian Schachmann hat sich bei einem Sturz bei der Tour de France an der linken Hand verletzt © Getty Images
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Maximilian Schachmann ärgert sich gewaltig über sein verletzungsbedingtes Aus bei der 106. Tour de France. In den kommenden Tagen steht eine OP in Berlin an.

Dem Berliner Radprofi Maximilian Schachmann vom deutschen Team Bora-hansgrohe geht es nach seinem verletzungsbedingten Aus bei der 106. Tour de France "den Umständen entsprechend gut".

Er habe ganz gut geschlafen, sagte der deutsche Meister am Samstagmorgen vor dem Mannschaftshotel in Pau: "Ich habe aber einmal eine Vollbremsung im Traum mit der Hand gemacht, das war nicht so angenehm." 

Der 25 Jahre alte deutsche Meister hatte am Freitag bei einem heftigen Sturz im Einzelzeitfahren der 13. Etappe Brüche von drei Mittelhandknochen in der linken Hand erlitten. Die Verletzung ist mit einer Schiene ruhiggestellt. In den kommenden Tagen soll Schachmann im Unfallkrankenhaus Berlin operiert werden.

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Sechs Wochen Rennpause für Schachmann

Bei gutem Heilungsverlauf kann Schachmann in zehn bis 14 Tagen wieder ins Training einsteigen, Rennen wird er aber wohl erst in sechs Wochen wieder bestreiten können.

Ein Start bei der zweiten Auflage der neuen Deutschland Tour (29. August bis 1. September) kommt damit zu früh. Ein Einsatz bei den Weltmeisterschaften im britischen Yorkshire (22. bis 29. September) ist dagegen nicht ausgeschlossen. "Man muss gucken, wie es jetzt verläuft", sagte Schachmann.

Zunächst wird Schachmann die Tour de France vor dem TV verfolgen und die Daumen drücken. "Ich werde auf jeden Fall Fernsehen gucken und probieren, dem Team mental beizustehen", sagte er. 

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Das unfreiwillige Ende seines Debüts frustrierte ihn. "Es ärgert mich richtig. Ich hatte das Gefühl, dass die Form und die Beine besser werden", sagte Schachmann, der seinem Teamkollegen Emanuel Buchmann nun nicht mehr als Helfer in den Bergen zur Verfügung steht: "Im kommenden Teil der Tour hätte man mich echt gebraucht. Aber man kann es nicht mehr ändern. Jetzt heißt es aufstehen, Krone richten und neue Ziele setzen."

Schachmann ist nach Rick Zabel (Unna/grippaler Infekt) der zweite von elf deutschen Fahrern, für den die 106. Frankreich-Rundfahrt weit vor der Schlussetappe am 28. Juli in Paris beendet ist. Schachmanns beste Einzelplatzierung ist ein 16. Platz, den er sich auf der zwölften Etappe am Donnerstag aus einer Fluchtgruppe heraus erkämpft hatte.

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