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CYCLING-FRA-TDF2019
CYCLING-FRA-TDF2019 © Getty Images
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Die deutschen Radprofis Nils Politt und Rick Zabel müssen sich offenbar einen neuen Arbeitgeber suchen. Das Team Katusha-Alpecin steht wohl vor dem Aus.

Das Radsportteam Katusha-Alpecin steht offenbar vor dem Aus, Nils Politt und Rick Zabel müssen sich wohl neue Arbeitgeber suchen.

Wie am Rande der fünften Etappe der 106. Tour de France bekannt wurde, steht die in der Schweiz lizenzierte Mannschaft nach gegenwärtiger Lage für die kommende Saison ohne Hauptsponsoren da.

Politt hofft: "Brauchen Ergebnisse"

Teamsprecher Falk Nier korrigierte einen Bericht des Tour-Organs L'Equipe allerdings insofern, als dass es am Dienstagabend in Nancy entgegen der Informationen der französischen Sporttageszeitung kein entsprechendes internes Treffen gegeben habe.

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Der aktuelle Informationsstand sei den Fahrern bereits am vergangenen Freitag mitgeteilt worden, sagte Nier dem SID.

Die Fahrer versuchen das Thema auszublenden. "Es gibt viele Gerüchte, wir selber wissen auch noch nichts. Mehr kann ich nicht sagen. Wir brauchen Ergebnisse, sonst sind wir nächstes Jahr arbeitslos", meinte der Kölner Politt. Sein Motto: "Kopf aus und weiterfahren. Fertig."

Lösung am ersten Ruhetag?

Das letzte Wort sei auch noch nicht gesprochen, bis zum ersten Ruhetag der Frankreich-Rundfahrt soll Klarheit herrschen. "Die Fahrer haben aber die Freiheit, mit anderen Teams über ihre Zukunft zu sprechen", sagte Nier. 

In den letzten Tagen hatte es auch Spekulationen gegeben, wonach Alpecin und Katushas deutscher Radsponsor Canyon in Zukunft gemeinsam ein Team finanzieren könnten. Ein prominenter deutscher Angestellter des Teams ist der frühere Top-Sprinter Erik Zabel, der als "Performance-Manager" tätig ist.

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Beide Firmen sind mit dem derzeitigen Teammanagement angeblich unzufrieden und haben keine Verträge über diese Saison hinaus.

Die Führung der Equipe liegt bei dem Schweizer Rechtsanwalt Alexis Schoeb, großer Geldgeber ist der russische Oligarch Igor Makarow. Makarow könnte sich gerüchtehalber in Richtung des Teams Israel Cycling Academy orientieren, das von Milliardär Sylvan Adams finanziert wird.

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