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Tony Martin ist ein Spezialist für Zeitfahren Bereits neun Mal hat sich Tony Martin zum Deutschen Meister im Zeitfahren gekürt
Tony Martin ist ein Spezialist für Zeitfahren Bereits neun Mal hat sich Tony Martin zum Deutschen Meister im Zeitfahren gekürt © Getty Images
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Tony Martin sieht auf der 13. Etappe der Tour die France andere Fahrer in der Favoritenrolle. Eine Spitzenposition will er aber beim Zeitfahren ergattern.

Der viermalige Weltmeister Tony Martin (Cottbus) sieht sich am Freitag in Pau beim Einzelzeitfahren der 106. Tour de France nur in einer Außenseiterrolle.

"Die Akkus sind schon ziemlich aufgebraucht, da werde ich Nachteile haben zu Fahrern wie Stefan Küng oder Rohan Dennis, die bisher eine etwas einfachere Tour hatten", sagte der 34-Jährige dem ARD-Hörfunk.

Der Schweizer Stefan Küng (Groupama-FDJ) und der amtierende Weltmeister Rohan Dennis (Bahrain-Merida) waren für Martin die Siegkandidaten der 13. Tour-Etappe. Allerdings konnte er Dennis am Donnerstag von seiner Liste streichen. Der 29-Jährige musste noch vor den ersten Pyrenäen-Anstiegen das Rennen aufgeben. 

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Zwar hofft auch der Lausitzer auf eine Spitzenposition und will keine Kräfte schonen, "aber ich bin realistisch genug, um zu sagen, dass die Ausgangsposition nicht die einfachste ist. Mich würde es nicht wundern, wenn andere vor mir sind", betonte er mit Blick auf das Rennen über 27,2 Kilometer.

Martin setzt sich andere Ziele

Küng und Dennis mussten anders als Martin beim Team Jumbo-Visma bisher kaum Helferaufgaben verrichten.

Der deutsche Radprofi dagegen war vor allem als Tempobolzer für Sprinter Dylan Groenewegen, Mike Teunissen und Wout van Aert, die alle eine Etappe gewannen, fast täglich gefordert. "Es ist völlig okay, ich habe andere Ziele. Ich wusste das von vornherein", sagte Martin, dessen persönliches Highlight der Sieg im Mannschaftszeitfahren war: "Meine Königsetappe."

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Grundsätzlich stuft Martin sich immer noch als Top-Zeitfahrer ein, wenn ihm der Kurs entgegenkommt. "Ich glaube schon, dass ich auf meinem Terrain immer noch Weltklasse bin", sagte der Weltmeister der Jahre 2011, 2012, 2013 und 2016. Er habe in der Vergangenheit zum Teil nicht die Strecken vorgefunden, "um das zu zeigen. Aber das eine oder andere wird schon noch kommen", meinte Martin, der vor der Tour zum neunten Mal deutscher Zeitfahrmeister geworden war.

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