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Auch die Tour de France muss sich derzeit den durch das Coronavirus verursachten Umständen anpassen. Ein spezielles Testsystem soll Sicherheit bringen.

Wegen der Gefahr "falsch positiver" Coronatests hat der Radsport-Weltverband UCI auf Druck der Teams kurz vor der Tour de France sein Sicherheitsprotokoll angepasst und eine obligatorische "B-Probe" angeordnet. Damit soll ausgeschlossen werden, dass Fahrer aufgrund einer falschen Diagnose der Infektion mit dem Coronavirus vom Rennen ausgeschlossen werden.

Das Ergebnis des zweiten Tests soll möglichst vor dem Start der nächsten Etappe vorliegen. "Das sind gute Neuigkeiten für den Radsport, jetzt kann ich besser schlafen", sagte Bora-hansgrohe-Teamchef Ralph Denk: "Es ist ein Risiko, eine Entscheidung nur auf der Grundlage eines einzigen Tests zu treffen." 

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Denk hatte eine neue Regelung gefordert, nachdem seine Mannschaft vor dem Eintagesrennen Bretagne Classic am Dienstag zurückgezogen werden musste, da ein Fahrer positiv getestet worden war. Dieses Testergebnis stellte sich kurz darauf als falsch heraus. Denk habe danach im Gespräch mit Vertretern des Weltverbandes sowie des Tour-Veranstalters ASO auf eine Änderung des Protokolls gedrängt.

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Wie die UCI weiter festlegte, wird ein Team aus einer großen Rundfahrt ausgeschlossen, bei dem binnen sieben Tagen zwei Fahrer positiv auf Corona getestet wurden. Zuvor war angedacht gewesen, dass zwei positive Tests im gesamten Team, egal, ob Fahrer, sportlicher Leiter oder Betreuer, zum Ausschluss führen. Die Fahrer wurden zweimal vor der Tour getestet (sechs und drei Tage vor dem Start), zudem stehen Tests an den beiden Ruhetagen an.

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